Aktuelles



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Politik: Verbändeverbündnis fordert mehr Geld für seniorengerechten Umbau


Mehrere Verbände fordern von der Politik, das KfW-Zuschussprogramm „Altersgerecht umbauen“ 455-B mit einem Fördervolumen von mindestens 150 Millionen Euro jährlich im Haushaltsjahr 2022 fortzuführen. Die Verbände kritisieren, dass sich „im aktuellen Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2022 finden […] keine Mittel mehr zur KfW-Zuschussförderung des altersgerechten Umbaus von Wohnhäusern und Wohnungen [finden]“. Laut der Verbände gibt es in der Zukunft einen hohen Bedarf an altersgerecht umgebauten Wohnungen. Bis jetzt seien nur 1,5 Prozent der Wohnungen in Deutschland sind barrierefrei ausgestattet. Doch bis 2035 würden einer im Auftrag der KfW durchgeführten Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) zufolge rund zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen. Das Verbändebündnis fordert daher von der Politik einen stärken Einsatz im Hinblick auf das altersgerechte Wohnen, den Barriereabbau sowie die Stärkung der Mittel für das KfW-Programm. Laut der Verbände Wohnen im Eigentum, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung, dem Verband Wohneigentum, der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft sowie dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima war das Budget des Förderprogramms in den vergangenen Jahren bereits nach wenigen Monaten aufgebraucht. Wohnungseigentümergemeinschaften stelle das vor besondere Schwierigkeiten, weil bis dahin kaum Eigentümerversammlungen stattfinden konnten. Viele Menschen warten seitdem auf neue Gelder, um mit Umbaumaßnahmen beginnen zu können. Quelle: wohnen-im-eigentum.de © photodune.net


Preisentwicklung: Postbank Wohnatlas liefert Prognose


Wie werden sich die Immobilienpreise bis 2035 in Deutschland entwickeln? Die Ergebnisse liefert die Studie „Postbank Wohnatlas 2022“, für die Experten des Hamburgischen Welt­Wirtschafts­Instituts (HWWI) eine Kaufpreisprognose erstellt haben. Aus der Studie geht hervor, dass Haus- und Wohnungsbesitzer aus fast der Hälfte aller 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte davon ausgehen können, dass ihre Immobilie bis mindestens 2035 real an Wert gewinnt. Allerdings werden die Immobilienpreise nicht überall weiter anziehen. So seien besonders in Ostdeutschland sinkende Kaufpreise für Immobilien zu erwarten. Ausnahme bilden hier die Städte Berlin, Potsdam, Leipzig, Jena, Erfurt und Weimar. Der Berlin Raum zählt dabei neben dem Hamburger Raum, dem süddeutschen Raum und dem Weser-Ems-Gebiet sogar zu den Standorten, an denen Haus- und Wohnungsbesitzer besonders gute Karten im Hinblick auf steigende Immobilienpreise haben. Das prognostizierte inflationsbereinigte Preiswachstum für Deutschland können Interessenten unter anderem auf Karte sehen. Außerdem sind auch die Preisentwicklungen in den sogenannten Big7 – München, Frankfurt am Main, Köln, Stuttgart, Berlin, Düsseldorf und Hamburg – sowie die Preisentwicklungen in den zehn stärksten Regionen aufgeführt. Während bei den Top7 München mit einem Preistrend von 2,19 Prozent an der Spitze liegt, macht bei den deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten Potsdam mit einem Preistrend von 2,20 Prozent das Rennen. Quelle und weitere Informationen: postbank.de © Fotolia


Portal: Informationen zum Hausbau


Auf dem Portal „hausberater.de“ können sich Bauherren umfassend über verschiedene Themen wie „Hausbau“, „Bauen + Modernisieren“, „Wohnen + Einrichten“, „Energie + Haustechnik“ sowie „Immobilie“ und „Ratgeber“ informieren. Zum Hausbau erhalten sie unter anderem Informationen zur Baufinanzierung, zu den Baukosten und zur Bauplanung. Unter dem Reiter Bauen + Modernisieren finden sich Artikel zu Türen, Fenstern und Wintergärten. Im Bereich Wohnen + Einrichten erhalten Interessenten beispielsweise Tipps zum Einbruchschutz, zu Maßmöbeln oder zu Wohntrends. Wer mehr über Smart Home, Beleuchtung oder Blitzschutz erfahren möchte, wird unter dem Reiter Energie + Haustechnik fündig. Im Bereich „Immobilie“ stehen beispielsweise Artikel über Versicherungen bereit und im Ratgeber erhalten Leser Tipps zur Schädlingsbekämpfung oder zum Umzug. Über die hausberater.de-Plattform können Interessenten beispielsweise auch nach Dienstleistern wie Gartenbauern, Einbruchschutz-Fachbetrieben oder Treppenlift-Fachbetrieben aus ihrer Region suchen, sofern sie die Arbeiten nicht selbst durchführen können oder wollen. Weitere Informationen gibt es auf hausberater.de. Quelle: hausberater.de. © wavepoint


Wärmewende: Leitfaden für Kommunen und Quartiersmanager


Um die Wärmewende in Städten schneller voranzubringen, empfehlen Energieexperten des Projekts „Urbane Wärmewende“ vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (IÖR) einen Maßnahmenmix: Städte sollten eine räumliche Wärmeplanung entwickeln und alle nachhaltigen Wärmepotenziale wie etwa Abwasserwärme erschließen. Zudem sollten sie die Fernwärme ausbauen, Quartierswärmenetze bilden – vor allem rund um öffentliche Gebäude – und faire energetische Sanierungen in Milieuschutzgebieten unterstützen. Die Energieexperten nahmen bei ihrem Forschungsvorhaben Berlin genauer unter die Lupe. Laut der Energieexperten hängt die Hauptstadt im Wärmebereich noch zu zwei Dritteln von Erdgas, zu 17 Prozent von Heizöl und zu fünf Prozent von Kohle ab. „Berlin steht bei der Wärmewende vor Herausforderungen, die auch andere Städte kennen: Steigende Mieten schüren Angst vor teuren Sanierungsprojekten, der Wandel kommt trotz Fördertöpfen noch nicht in den Quartieren an und Technologien wie die Nutzung der Abwasserwärme kommen nur langsam in die Umsetzung“, erklärt Projektleiterin Dr. Elisa Dunkelberg vom IÖW. Doch laut der Energieexperten lohnen sich energetische Sanierungen, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgeht, lohnen sich auch für Mieter. Die Warmmiete bliebe durch diese nach Berechnungen der Energieexperten sogar stabil oder könne sogar sinken, wenn die Vermieter entsprechende Fördermittel nutzen und die Modernisierungskosten fair umlegen. Gerade in Milieuschutzgebieten sollten Kommunen daher ambitionierte Sanierungen stärker als bislang ermöglichen. Die Energieexperten haben dazu für Kommunen und Quartiersmanager unter anderem einen erstellt. Diesen können sich Interessenten unter urbane-waermewende.de/publikationen-1 herunterladen. Quelle und weitere Informationen: ioew.de © Fotolia


Grundsteuerreform: Immobilieneigentümer müssen Feststellungserklärung abgeben


Immobilieneigentümer müssen zwischen Freitag, 1. Juli 2022, und Montag, 31. Oktober 2022, eine Feststellungserklärung abgeben. Grund dafür ist die Grundsteuerreform, die am 1. Januar 2025 in Kraft tritt und durch die rund 36 Millionen Grundstücke neu bewertet werden müssen. Laut Bundesfinanzministerium müssen Grundstückseigentümer von Wohngrundstücken ihrem Finanzamt Informationen zur Lage des Grundstücks, zur Grundstücksfläche, zum Bodenrichtwert, zur Gebäudeart, zur Wohnfläche sowie zum Baujahr des Gebäudes mitteilen. Die Feststellungserklärung kann ab dem 1. Juli 2022 über die Steuerplattform ELSTER eingereicht werden. Zur Grundsteuerreform kommt es, weil die bisherige Grundsteuer auf jahrzehntealten Grundstückswerten basiert. Die Grundstücke im Westen werden nach ihrem Wert im Jahr 1964 berücksichtigt, im Osten nach ihrem Wert im Jahr 1935. Anhand dieser Werte wird der Hebesatz und somit auch die Grundsteuer ermittelt. Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungen der Grundstückswerte kommt es allerdings zu steuerlichen Ungleichbehandlungen von Objekten, die miteinander vergleichbar sind. Laut einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. April 2018 sind diese bisherigen Vorschriften zur Einheitsbewertung zur Bemessung der Grundsteuer daher verfassungswidrig. Die Grundsteuer bildet für Städte und Gemeinden eine wichtige Einnahmequelle, zum Beispiel für Schul- und Straßensanierungen, den Bau von Spielplätzen und um ihren Bürgern Feuerwehr sowie Krankenhäuser vorhalten zu können. Die Höhe der Grundsteuer wird nicht einheitlich festgelegt, sondern ist von Gemeinde zu Gemeinde aufgrund des Hebesatzes unterschiedlich. Aus dem Grundsteuerranking von Haus & Grund geht hervor, dass es in den größten deutschen Städten erhebliche Unterschiede bei der Grundsteuer B gibt: Während der Hebesatz in Gütersloh 381 Prozent beträgt (Platz 1; Jahresgrundsteuer: 323 Euro), sind es in Witten 910 Prozent (Platz 100; Jahresgrundsteuer: 771 Euro pro Jahr). Quellen: bundesverfassungsgericht.de/1 BvL 11/14, 1 BvR 889/12, 1 BvR 639/11, 1 BvL 1/15, 1 BvL 12/14/iwkoeln.de/bundesfinanzministerium.de/rsw.beck.de/mdr.de © photodune.net


Kaufentscheidung: Möbel gemeinsam aussuchen


Wer ein neues Sofa, einen neuen Schrank oder einen neuen Tisch sucht, sollte zum Shoppen im Möbelhaus nach Möglichkeit Familienmitglieder oder Freunde mitnehmen. Dazu rät die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) aus Fürth. „Fast jeder […] hat treue Berater, die ihm Sicherheit geben, die ehrlich sind und das alltägliche Leben begleiten. Sie helfen dabei, eine gute Kaufentscheidung zu treffen“, so DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. Shoppen mache zusammen nicht nur mehr Spaß, sondern die Möbel können gemeinsam auch genauer unter die Lupe genommen werden. Die DGM rät dazu, die Möbel entsprechend zu testen. Beim Sofa könne so der Sitz- und Liegekomfort geprüft werden, bei Schränken sollten Türen und Schubladen mehrfach geöffnet werden und bei Tischen sollte untersucht werden, ob diese wackeln. Die Kunden können die Wertigkeit von Möbeln laut DGM aber nicht nur persönlich prüfen, sondern auch anhand von Gütesiegeln wie dem „Goldene M“. Dieses RAL-Gütezeichen basiert laut DGM auf strengen Güte- und Prüfbestimmungen und gilt als strengster Nachweis über Möbelqualität in Europa – bei Möbeln für das Wohnzimmer, das Bad oder die Küche ebenso wie bei Büro-, Garten- oder Kinderzimmermöbeln. Quelle und weitere Informationen: dgm-moebel.de © photodune.net


Wohnbarometer: Angebotspreise für Immobilien gestiegen


Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen haben sich im 1. Quartal 2022 verteuert. Das geht aus dem Wohnbarometer zur Kaufpreisentwicklung in Deutschland hervor, dass von der Online-Plattform ImmoSout24 regelmäßig veröffentlicht wird. Im Wohnbarometer werden die Angebotspreise aus dem 4. Quartal 2021 mit denen aus dem 1. Quartal 2022 verglichen. Dabei werdend den Objekten verschiedene Kriterien zugrundegelegt. Das betrachtete Einfamilienhaus hat laut Immoscout 24 so beispielsweise eine Wohnfläche von 140 und einen Grundstücksanteil von 600 Quadratmetern. Wohnungen im Bestand sind aktuell für 2.755 Euro pro Quadratmeter zu haben und haben sich im Vergleich zu Q4 2021 somit um 5,1 Prozent verteuert. Häuser im Bestand weisen aktuell Quadratmeterpreise von 2.970 Euro auf und haben sich um 4,6 Prozent verteuert. Für ein Neubauhaus zum Kauf müssen aktuell 3.512 Euro pro Quadratmeter aufgebracht werden – 4,5 Prozent mehr als noch im vergangenen Quartal. Neubauwohnungen zum Kauf sind aktuell für 4.010 Euro zu bekommen. Sie haben sich im Vergleich zum vergangenen Quartal somit um 3 Prozent verteuert. ImmoScout24 rechnet mit einem weiteren Anstieg der Angebotskaufpreise für Wohnungen und Einfamilienhäuser (Bestand) von bis zu 14 Prozent innerhalb der nächsten 12 Monate. Auch die Preise für Neubauwohnungen werden laut ImmoScout24 voraussichtlich um 13 Prozent und die für Neubauhäuser um 12 Prozent anziehen. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass die Nachfrage nach Immobilien auf hohem Niveau bleibt und dass der Krieg in der Ukraine mit entsprechenden Effekten auf Lieferketten sowie Bau- und Sanierungskosten kein baldiges Ende findet. Quelle und weitere Informationen: immobilienscout24.de © Fotolia


Hausbau: Nebenkosten müssen einkalkuliert werden


Bauherren sollten bei ihrem Vorhaben die Baunebenkosten einplanen. Darauf weist das Portal „bauen.de“ hin und führt die entsprechenden Kostenpunkte auf. Baunebenkosten fallen unter anderem im Hinblick auf den Grundstückskauf, die Finanzierung sowie für die Erschließung an. Aber auch die Kosten für den Architekten, die Vermessung, den Bauantrag, Versicherungen und entsprechende Baustellenarbeiten müssen laut „bauen.de“ eingeplant werden. Beim Grundstückskauf beispielsweise handelt es sich bei den Baunebenkosten um die Maklergebühren, die Notar- und Grundbuchgebühren sowie die Grunderwerbsteuer. Im Hinblick auf die Finanzierung müssen Bauherren unter anderem mit Bereitstellungszinsen rechnen. Bei der Erschließung eines neuen Baugebiets müssen Bauherren anteilige Kosten einkalkulieren. Auch Jahre später oder für bereits erschlossene Grundstücke können laut Portal noch Erschließungskosten anfallen. Diese und weitere Baunebenkosten hat „bauen.de“ in einem Rechenbeispiel für ein 150 Quadratmeter großes Haus (Wohnfläche) mit einem 600 Quadratmeter großen Grundstück in Bayern aufgeschlüsselt. Im Rechenbeispiel wird angenommen, dass für das Grundstück 200.000 Euro fällig werden, die Kosten für den Hausbau 300.000 Euro betragen und das Haus zum Großteil über einen Kredit finanziert wird. Werden nun alle Baunebenkosten hinzuaddiert, belaufen sich die Kosten für den Hausbau auf 613.395 Euro – und somit auf 113.395 Euro mehr als Bauherren vermeintlich annehmen könnten. Quelle und weitere Informationen: bauen.de © wavepoint


Solarpflicht: Energieberatung der Verbraucherzentrale berät


Seit dem 1. Mai müssen in Baden-Württemberg Häuser, die neu errichtet werden, mit Solardächer ausgestattet werden. Darauf weist die Energieberatung der Verbraucherzentrale hin. Bestehende Objekte müssen frühestens ab 2023 nachgerüstet werden. Diese sogenannte Solarpflicht wird dann auch in anderen Bundesländern folgen. In Berlin und Hamburg wird der Einbau von Solaranlagen laut Energieberatung der Verbraucherzentrale bei neuen Wohnhäusern ab Januar 2023 verpflichtend. Die Pflicht wird dann auch für bestehende Häuser gelten, deren Dächer saniert werden. Die Eigentümer profitieren im Gegenzug zur Solarpflicht unter anderem von Zuschüssen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Wer wissen möchte, ob das Dach, der Balkon oder der Garten für eine Solaranlage geeignet ist, kann sich von den Experten der Energieberatung der Verbraucherzentrale online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch beraten lassen. Weitere Informationen erhalten Interessenten auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter der Rufnummer 0800 – 809 802 400. Quelle: verbraucherzentrale-energieberatung.de © photodune.net


Urteil: Besichtigungen nach Kauf dürfen nicht verhindert werden


In München wurden zwei Mieter vom Amtsgericht (AG München; Aktenzeichen 474 C 4123/21) nun dazu verurteilt, aus ihrer Wohnung auszuziehen und diese an die neuen Eigentümer herauszugeben. Die Mieter bewohnten seit 2005 eine 60 Quadratmeter großen Dreizimmerwohnung in der Maxvorstadt. Als diese verkauft werden sollte, verweigerten sie Interessenten jede Besichtigung. Dennoch fanden sich Käufer – auch ohne sich die Wohnung angesehen zu haben. Zumindest nach dem Kauf wollten sich die neuen Eigentümer ihre neu erworbene Wohnung aber doch anschauen. Sie vereinbarten innerhalb von fünf Monaten insgesamt acht Besichtigungstermine. Von diesen kam keiner zustande. Daher mahnten sie die Mieter ab und kündigten den Mietvertag danach außerordentlich. Die neuen Eigentümer (Kläger) waren der Auffassung, dass ihnen ein Besichtigungsrecht zusteht, um den Zustand der Wohnung zu bewerten zu können. Auch die finanzierende Bank müsse diese Möglichkeit haben. Die beharrliche Weigerung stelle einen Grund für eine außerordentliche Kündigung dar. Obwohl die Mieter (die Beklagten) verschiedene Gründe wie zum Beispiel Quarantäne-Regelungen aufgrund von Corona für das Scheitern nannten, gab das AG München gab der Klage statt. Die zuständige Richterin begründete das Urteil unter andere mit dem Besichtigungsrecht aus besonderen Gründen. Zudem konnten die Beklagten ihre Verhinderungsgründe nicht beweisen, zum Beispiel anhand von Dokumenten. Quelle: justiz.bayern.de/AG München/AZ: 474 C 4123/21 © Fotolia


Möbelindustrie: Podcast zum Umweltschutz


Einen Möbelpodcast, der sich auch mit Fragen des Umweltschutzes beschäftig, hat die Hartmann Möbelwerke GmbH aus Beelen ins Leben gerufen. Bislang sind die drei Folgen „Willkommen bei den Hartmanns“, „Frieden ist unser wichtigster Rohstoff“ sowie „Happy Birthday – 111 Jahre Möbel Hartmann“ über Spotify abrufbar. In der ersten Folge wird unter anderem beantwortet, warum es den Möbelpodcast gibt. In der zweiten Folge werden die Auswirkungen des Ukraine-Kriegens auf die deutsche Möbelbranche beleuchtet und in der dritten Folge dreht sich alles um die Unternehmensgeschichte. Die Idee für den Podcast hatten die kaufmännische Leiterin und vierte Generation des Familienunternehmens, Katharina Hartmann, sowie Geschäftsführer Holger Hanhardt. Geplant ist es, einen regelmäßigen Podcast zu etablieren. Alle zwei Monate soll eine neue Podcast-Folge unter moebel-hartmann.com/podcast.html abrufbar sein. Die Hartmann Möbelwerke setzen auf eigene Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung sowie auf einen geschlossenen Wasserkreislauf in der Produktion. Alle anfallenden Holzreste aus der Möbelfertigung werden zum Heizen der Werkshallen und Verwaltungsgebäude genutzt. Außerdem wird für jeden Baum, der in der Produktion benötigt wird, ein neuer gepflanzt – das sind rund 7.000 neue Bäume pro Jahr. Quellen: moebelindustrie.de/moebel-hartmann.com/podcast.html © photodune.net


Studie: Steigende Immobilienpreise


Eigentümer müssen aktuell rund das 71-fache ihres monatlichen Haushaltsnettoeinkommens aufbringen, um sich eine rund 100 Quadratmeter große Wohnung kaufen zu können. Zehn Jahre zuvor war es das 50-fache. Das geht aus einer Studie der Hüttig & Rompf AG hervor. Laut des Baufinanzierungsvermittlers erreichte der Quadratmeterpreis im Bundesschnitt 2021 mit 3.958 Euro ein neues Rekordhoch. 2012 waren lediglich 2.229 Euro je Quadratmeter fällig. Das entspricht einer prozentualen Steigerung von 78 Prozent. Aus der Studie geht auch hervor, dass sich die Immobiliensuche verändert hat. Immobilien werden nun nicht mehr nur in Metropolen wie Frankfurt (Main), Hamburg oder Stuttgart gesucht, sondern auch in den Speckgürteln sowie in der Umgebung. Nachgefragt werden Immobilien in A- bis D-Städten. Zu den A-Städten gehören unter anderem die drei genannten Metropolen sowie Berlin, Düsseldorf, Köln und München. Zu D-Städten zählen zum Beispiel Passau, Siegen und Wolfsburg. „Trotz der deutlichen Steigerung der Quadratmeterpreise blieb die monatliche Belastung der Haushalte 2012 bis 2021 relativ konstant. Dies ist auf die wachsende Nachfrage nach kleineren Objekten und die günstigen Zinsen zurückzuführen“, erklärt Ditmar Rompf, Vorstandsvorsitzender der Hüttig & Rompf AG. So mussten Eigennutzer 2021 rund 23,9 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die monatliche Zins- und Tilgungsrate aufwenden. Das ist nur etwas mehr als im Jahr 2012 (21,6 Prozent). Quelle und weitere Informationen: dgap.de/www.huettig-rompf.de/online/marktreport-2022/ © photodune.net


Bau: Preis für mehr Sicherheit ausgelobt


Unternehmen oder Einzelpersonen, die sicherheitstechnische Detaillösungen, innovative Produkte, Konzepte zum ergonomischen Arbeiten oder ressourcenschonende Technologien geschaffen haben, die das Arbeiten auf dem Bau und bei baunahen Dienstleistungen sicherer machen, können sich noch bis Montag, 1. August, für den EuroTest-Preis 2022 der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) bewerben. Eine Fachjury aus Mitgliedern internationaler Prüfinstitute sowie Vertretern von Hochschulen, Industrieverbänden und der BG BAU kürt die Preisträger. Der seit 2001 alle drei Jahre ausgelobte Preis wird am Dienstag, 25. Oktober, bei der der 33. Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte „bauma“ in München verliehen. „Gefahren sollten immer direkt an der Quelle beseitigt werden. Dazu tragen technische Schutzmaßnahmen und sichere Produkte entscheidend bei. Mit unserem EuroTest-Preis fördern wir solche Innovationen und zeichnen die besten Entwicklungen für mehr Sicherheit auf den Baustellen aus“, so Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. Quelle und weitere Informationen: bgbau.de/service/angebote/pruefung-und-zertifizierung/fachbereich-bauwesen/eurotest-preis-2022/ © wavepoint


Energie: Prüfung der Gebäudeautomation sinnvoll


Durch die Prüfung der Gebäudeautomation beziehungsweise der Gebäudeleittechnik kann für mehr Energieeffizienz gesorgt und es können Kosten gespart werden. Zu diesem Schluss kommt nun der TÜV Süd, der Betreiber, Eigentümer und Nutzer bei der energetischen Optimierung von Neubau- und Bestandsimmobilien unterstützt. Dazu bietet er ein Monitoring an, durch das sich Optimierungspotenziale oder Fehlfunktionen von technischen Versorgungsanlagen aufdecken lassen. Bei dem Monitoring können unter anderem Kältemaschinen sowie Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) überprüft werden. So stellte der TÜV Süd beispielsweise in einer 1,5 Jahre alten Immobilie fehlerhafte Umschaltbedingungen von Kältemaschine fest, die zu einem ständigen Takten führten. Durch die Problembehebung können sowohl Energie (16 Prozent) als auch Kosten gespart werden (7 Prozent). Bei RLT-Anlagen konnten schon Probleme wie eine fehlerhafte Wärmerückgewinnung detektiert werden. „Intelligent vernetzte, flexible und transparente Gebäudeautomationssysteme bieten eine hervorragende Basis, um Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Betriebskosten und Nutzerkomfort zu optimieren“, erklärt Patrick Lützel aus dem Team Gebäudeautomation vom TÜV SÜD Industrie Service. Allerdings müssten die einzelnen Systeme und Komponenten genau aufeinander abgestimmt sein und kontinuierlich oder in wiederkehrenden Abständen überprüft werden. Nur so könne das Potenzial der Gebäudeautomation voll genutzt werden. Quelle: tuvsud.com © photodune.net


Urteil: Fristlose Kündigung wegen unerlaubter Untervermietung


Mieter, die ihre Wohnung nach einer Abmahnung weiterhin unerlaubt untervermieten, müssen mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das entschied das Amtsgericht München (AZ 417 C 7060/21). Im vorliegenden Fall bewohnte ein Mieter seit 2009 eine Wohnung in München-Pasing. Die monatliche Miete betrug 800 Euro pro Monat. Der Mietvertrag beinhaltete folgende Klausel: „[Die] Untervermietung oder sonstige Gebrauchsüberlassung der Mieträume oder Teilen davon an Dritte darf nur mit Einwilligung des Vermieters erfolgen.“ Noch im selben Jahr genehmigte die Vermieterin die teilweise Untervermietung an eine Mitbewohnerin zur Gründung einer Wohngemeinschaft. Im Frühjahr 2020 stellte die Vermieterin fest, dass die Wohnung über Internetplattformen für 45 Euro pro Person und Nacht Touristen angeboten wurden. Einer solchen gewerblichen Nutzung hatte sie nicht zugestimmt. Sie mahnte den Mieter daher schriftlich ab. Trotzdem vermietete er erneut zwei Zimmer, ohne die Vermieterin zu informieren. Zudem stellte der Hausverwalter fest, dass sich am Klingelschild mehrere Namen befanden. Daraufhin kündigte die Vermieterin den Mietvertrag fristlos. Die Vermieterin verlangte nun von ihrem Mieter, die Wohnung zu räumen und herauszugeben. Da der Mieter (Beklagte) allerdings unter anderem der Auffassung war, die Wohnung unter der Voraussetzung angemietet zu haben, dass die dort bereits vorhandene Wohngemeinschaft bestehen bleibe, ihm daher ein grundsätzliches Recht auf Untervermietung zustehe und er die Wohnung nicht an Touristen vermietet habe, landete der Fall schließlich beim Amtsgericht München. Dieses schenkte ihm keinen Glauben und gab der Vermieterin Recht. Quelle: AG München/AZ 417 C 7060/21 © Fotolia


Sitzfenster: So können sie realisiert werden


Wer schon einmal für Gemütlichkeit im Winter in seinem Neubau, seiner Wohnung oder seinem Haus vorsorgen möchte, kann das mit einem sogenannten Sitzfenster. Darauf weist das Portal „schoener-wohnen.de“ hin und zeigt Interessenten entsprechende Vorschläge. Am einfachsten sei es, ein entsprechendes Sitzfenster von Anfang an mit einzuplanen. Sitzfenster lassen sich aber auch nachträglich einplanen sowie in einer Mietwohnung realisieren. Bauherren, Eigentümer oder Mieter, die eine Sitzbank planen, sollten beachten, dass diese mindestens 40 Zentimeter, besser noch 60 Zentimeter tief sein muss. Ansonsten fehlt es an Gemütlichkeit. Außerdem ist eine entsprechende Planung der Verkleidung mithilfe eines Tischlers erforderlich, wenn sich das Sitzfenster über einer Heizung befinden soll. Schließlich soll diese weiterhin wie gewohnt ihre Wärme abgeben können. Wer sich für einen Fertighausanbieter entscheidet, sollte vorab prüfen, ob Sitzfenster wählbar sind oder nicht. Bauherren müssen sich außerdem darüber Gedanken machen, ob sich das Fenster öffnen lassen soll oder nicht. Sind die Planung und der Bau abgeschlossen, kann für Gemütlichkeit gesorgt werden. Dazu können entsprechende Accessoires wie Kissen und Decken zum Einsatz kommen. Weitere Informationen und Eindrücke erhalten Interessenten auf schoener-wohnen.de. Quelle: schoener-wohnen.de © photodune.net


Studie: Mehrheit würde in Immobilien investieren


Müssten sich die Deutschen für eine nachhaltige Geldanlage und Altersvorsorge entscheiden, würden die meisten Immobilien wählen. Das geht aus einer aktuellen Bevölkerungsumfrage hervor, die Pangea Life beim Marktforschungsinstitut YouGov in Auftrag gegeben hat. Die Befragten mussten sich entscheiden, ob sie am ehesten in Immobilien, Energie oder Technologie investieren würden. 26 Prozent entschieden sich für den Bereich Immobilien, 24 Prozent für den Bereich Energie und 19 Prozent für den Bereich Technologie. „Nachhaltiges Wohnen und die klimaneutrale Zukunft unserer Städte sind Themen, die Menschen in Anbetracht des Wohnraummangels, stetig steigender Mieten und den zugleich immer sichtbareren Auswirkungen des Klimawandels in unseren Städten bewegen“, so Daniel Regensburger, Geschäftsführer der Pangaea Life. Daher sei es nicht verwunderlich, dass Menschen durch Investments in nachhaltige Immobilien gerne selbst einen Teil zur Lösung dieser Herausforderungen beitragen möchten und in Immobilien eine sicherere und chancenreiche Wertanlage sehen. Außerdem geht aus der Studie hervor, dass sich die Befragten in etwa zu gleichen Teilen bei Freunden, Familie und Bekannten (25 Prozent), Anlageberatern und Versicherungsvermittlern (25 Prozent) sowie in Wirtschafts- und Finanzmagazinen (24 Prozent) und durch Produkt-Tests und -Ratings (22 Prozent) über die nachhaltige Geldanlage und Altersvorsorge informieren. Für die Bevölkerungsumfrage wurden zwischen dem 25. und 18. März insgesamt 2.144 Personen ab 18 Jahren online befragt. Quelle und weitere Informationen: diebayerische.de © photodune.net


Renovierung: Das verleiht der Küche neuen Glanz


Wie die Küchenrenovierung gelingen kann, zeigt das Portal „planungswelten.de“. Laut des Portals lohnt sich eine Küchenrenovierung beispielsweise dann, wenn sich in der Küche Spritzer hinter dem Herd befinden oder die Küchenplatten abgenutzt sind. Aber auch dann, wenn sich die Bewohner neu erfinden, kann eine Küchenrenovierung der richtige Schritt sein. Besonders leicht lässt sich das Aussehen bei Küchen verändern, indem man die Fronten mit entsprechenden Folien verklebt. Besitzt jemand eine Küche, deren Fronten sich austauschen lassen, gelingt ebenfalls schnell ein neuer Look. Zudem können die Fronten der alten Küche abgeschliffen und mit neuer Farbe versehen werden. Laut Portal ist eine solch rasante Veränderung aber nicht immer erforderlich. Bewohner, die nicht viel Zeit oder Budget haben, können ihre Küche auch mit kleinen Kniffen optisch verändern. So sorgen beispielsweise Porzellan-Accessoires in unterschiedlichen Farben und Formen für eine optische Veränderung, aber auch ein bunter Fensterrahmen. Weitere Ideen und andere Wohntipps für die Küche finden Interessenten auf planungswelten.de. Quelle: planungswelten.de © photodune.net


Seminar: Wohngebäude an Sommerhitze anpassen


Wie Wohngebäude an die Sommerhitze angepasst werden können, soll bald eine Weiterbildung in Erfurt und Dresden zeigen. Unter dem Motto „Hitzeanpassung im Wohnungsbestand: wirksam, kosteneffizient, bestandsaufwertend“ bietet das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Kooperation mit dem Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft beziehungsweise dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften entsprechende Seminare an. Am Beispiel verschiedener Gebäudetypen, die in Mitteldeutschland weit verbreitet sind, werden die Referenten zum einen zeigen, welche Schwachstellen die Häuser aufweisen und welche Auswirkungen lange Hitzeperioden auf das Innenraumklima haben können. Zum anderen stellen sie dar, wie sich die Gebäude wirksam, wirtschaftlich und klimaschonend anpassen lassen – etwa durch Veränderungen der Baustruktur oder bei der Gebäudetechnik. Außerdem wird darüber gesprochen, was Bewohner an heißen Sommertagen dafür tun können, dass sich Wohnräume nicht so stark aufheizen. Die Seminare richten sich an Beschäftigte von genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsunternehmen, die beispielsweise verantwortlich sind für Bauplanung, Instandhaltung oder Immobilienverwaltung. Das Seminar in Erfurt findet statt am Donnerstag, 19. Mai, von 10 bis 14 Uhr, in der Mitteldeutsche Fachakademie der Immobilienwirtschaft, Regierungsstraße 58. Anmeldeschluss ist am Montag, 9. Mai. Das Seminar in Dresden wird von 9 bis 12.30 Uhr in den Räumlichkeiten des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften, Antonstraße 37, ausgerichtet. Die Kosten für die Seminare belaufen sich auf 60 bis 190 Euro. Quelle: ioer.de/Anmeldung: heatresilientcity.de/weiterbildung/ © Fotolia


Urteil: Auf den Mieter umgelegte Grundsteuer ist gewerbesteuerrechtlich hinzuzurechnen


Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass die vom Vermieter geschuldete, aber vertraglich auf den gewerbetreibenden Mieter umgelegte Grundsteuer, zur Miete gehört. Deshalb ist sie laut BFH gewerbesteuerrechtlich dem Gewinn zum hinzuzurechnen. Im vorliegenden Fall hatte die Klägerin, eine GmbH, von ihren Gesellschaftern ein Betriebsgebäude gemietet. Im Mietvertrag war vereinbart, dass die Klägerin als Mieterin die Grundsteuer tragen sollte. Das Finanzamt vertrat die Ansicht, dass die auf die Klägerin vertraglich umgelegte Grundsteuer, zu der von ihr zu zahlenden Miete gehöre und deshalb gewerbesteuerrechtlich hinzuzurechnen sei. Das Finanzgericht sah das anders und gab der Klage statt. Der BFH ließ die Revision zu und hob das Urteil des Finanzgerichtes auf. Der vom Gesetz verwendete Begriff der Miet- und Pachtzinsen ist laut BFH wirtschaftlich zu verstehen. Dazu gehörten auch vom Mieter getragene Aufwendungen, die nach dem gesetzestypischen Lastenverteilungssystem eigentlich vom Vermieter zu tragen wären, aber vertraglich vom Mieter übernommen werden. Ein derartiger Fall lag hier laut BFH vor. Schuldner der Grundsteuer sei somit der Eigentümer, also der Vermieter. Zivilrechtlich könne die Grundsteuer jedoch auf den Mieter überwälzt werden. Sie fließe damit in den Mietzins ein, der gewerbesteuerrechtlich zum Teil hinzuzurechnen ist. Die Hinzurechnung könne somit nicht dadurch reduziert werden, dass der Mieter Aufwendungen übernimmt, die eigentlich vom Vermieter zu tragen wären und dieser im Gegenzug einen entsprechend geminderten Mietzins akzeptiert. Quelle: Nummer 017/22 - Urteil vom 02.02.2022; III R 65/19/bundesfinanzhof.de © Fotolia


Balkon: Skandinavische Gemütlichkeit


Möchten Eigentümer oder Mieter ihrem Balkon einen gemütlichen skandinavischen Look verleihen, können sie dies unter anderem mit Möbeln aus naturbelassenem Holz, einer natürlichen Farbwahl bei der Deko sowie der passenden Beleuchtung. Dies geht aus einem Artikel auf dem Portal „zuhausewohnen.de“ hervor. Darüber hinaus können auch Blumen in Form von Kränzen oder Sträußen, Pflanzen in Balkonkästen oder Trockenblumen eingesetzt werden, um das sogenannte Hygge-Gefühl zu schaffen. Das Portal „zuhausewohnen.de“ zeigt aber nicht nur einige Beispiele, sondern auch, wo Ketten mit Lampions, Holzlaternen mit integrierter LED-Kerze, Laternen- oder Solarleuchten, Kissenbezüge, Wilblumensets oder Blumenampeln erhältlich sind. Dabei arbeitet das Portal mit sogenannten Affliliate-Links. Klickt ein Kunde auf diese und kommt letztlich ein Kauf zustande, erhält das Portal eine Provision. Der skandinavische Stil steht für Leichtigkeit, natürliche Elemente, reduzierte Farben und minimalistische Formen. Er kann nicht nur auf dem Balkon eingesetzt werden, sondern beispielsweise auch in der Küche, im Wohnzimmer oder im Schlafzimmer. Bei dem Einrichtungsstil steht neben der Gemütlichkeit die Nachhaltigkeit im Fokus. Obwohl das skandinavische Design eher schlicht ist, können hin und wieder auch Farbakzente gesetzt werden. Quelle: zuhausewohnen.de © photodune.net


Studie: In Deutschland sind 99.000 Hektar Bauland vorhanden


In Deutschland ist genügend Bauland vorhanden, um zwischen 900.000 und rund zwei Millionen, bei dichter Bebauung sogar bis zu vier Millionen Wohnungen zu bauen. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hervor. Bei den baureifen, potentiell bebaubaren Flächen in den Städten und Gemeinden handelt es sich um mindestens 99.000 Hektar. Dazu sagt Bundesbauministerin Klara Geywitz: „Es gibt ausreichend Bauland in Deutschland. So viel wie die Größe Berlins oder 140.000 Fußballfelder.“ Damit sei das Potenzial da, um 400.000 Wohnungen jährlich zu bauen, davon 100.000 Sozialwohnungen. Über die Hälfte des Baulands sei kurzfristig bebaubar. „Damit die vorhandenen Flächen für Wohnungen, Schulen, Kitas und mehr genutzt werden können, ist eine gemeinsame Kraftanstrengung nötig“, meint Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetages. „Städte müssen in die Lage versetzt werden, Grundstücke vergünstigt kaufen und gemeinwohlorientiert entwickeln zu können. Sofort nutzbare Bauflächen dürfen nicht aus Spekulationszwecken liegengelassen werden“, so Prof. Dr. Eckart Würzner. Quelle und weitere Informationen: bbsr.bund.de © Fotolia


Pool-Bau: So gelingt die Planung


Was Wasserraten beachten müssen, die sich einen Pool in den Garten bauen möchte, hat das Portal „bautipps.it“ zusammengefasst. So sei es zunächst ratsam, sich beim Bauamt der Gemeinde nach entsprechenden Auflagen zu erkundigen. Denn für den Bau – besonders von großen Pools – können Baugenehmigungen erforderlich sein. Außerdem sollten auch versicherungstechnische Aspekte im Vorfeld geklärt werden. Ist dies geschehen, sollte im Garten ein ebenerdiger Platz für den Pool auserkoren werden. Plant man ihn im Süden oder Südwesten, bleibt das Wasser laut „bautipps.it“ im Sommer länger warm. An einem optimalen Pool-Standort sollten zudem keine Bäume in der unmittelbaren Umgebung stehen. Grund dafür ist, dass herabfallendes Laub das Wasser verdrecken kann. Bei der Wahl der Form, der Größe und des Materials des Pools kommt es laut des Portals nicht nur auf die Größe des Gartens, sondern auch auf den finanziellen Ermessensspielraum an. Neben der Planung und dem Bau muss aber auch über die richtige Pool-Pflege nachgedacht werden. Dazu bedarf es unter anderem Chlor, Algenverhütungs- und Flockmitteln, die das Poolwasser klar bleiben lassen. Zudem muss der pH-Wert regelmäßig geprüft und Filteranlagen müssen regelmäßig gesäubert werden. Spezielle Abdeckungen, die Belastungen bis zu 100 Kilogramm aushalten, sorgen nicht nur dafür, dass der Pool sauber bleibt, sondern auch dafür, dass er für Kinder nicht zu Gefahr wird. Laut „bautipps.it“ erkennt man sichere Abdeckungen daran, dass sie die Wasseroberfläche nicht berühren. bautipps.it © photodune.net


Stromkosten: So können einkommensschwache Haushalte sparen


Damit einkommensschwache Haushalte Stromkosten sparen können, müssen spezifische Förderprogramme gestärkt werden. Das geht aus dem sogenannten ZEW policy brief der ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim und der Universität Heidelberg hervor, der auf einer empirischen Analyse des „Stromspar-Checks“ beruht. Die Förderprogramme sollen laut ZEW allerdings nicht nur auf die rein finanzielle Unterstützung setzen, sondern das Angebot mit verhaltensbezogenen Anreizen kombinieren. Laut ZEW kann dies unter anderem mit dem kostenfreien „Stromspar-Check“ gelingen. Förderberechtigte Haushalte mit besonders ineffizienten Altgeräten erhalten nach einer Energieberatung einen Gutschein, den sie nach dem Kauf eines Neugeräts finanziell geltend machen können. Die Haushalte können dank des Gutscheins des bundesweiten Programms durchschnittlich 35 Prozent des Kaufpreises abdecken. Durch Zusatzprogramme von Ländern und Kommunen kann sich der Anteil auf bis zu 45 Prozent erhöhen. Laut ZEW lohnt sich der Umstieg auf ein effizientes Kühlgerät, da einkommensschwache Haushalte über überdurchschnittlich alte Geräte verfügen. Diese verbrauchen meist mehr als doppelt so viel Strom wie ein Neugerät. „Ein alter Kühlschrank kann sich gerade für einkommensschwache Haushalte zur Kostenfalle entwickeln. Können sie das Geld für einen Gerätetausch doch aufbringen, amortisiert sich dieser in den meisten Fällen bereits nach drei Jahren“, sagt Bettina Chlond, Umweltökonomin am ZEW Mannheim und Ko-Autorin der Studie. Quelle und weitere Informationen: zew.de/stromspar-check.de © Fotolia


Vertrag: Pächter muss sich selbst umfassend über Inhalte informieren


Der Verpächter eines denkmalgeschützten Herrenhauses muss bei der vorvertraglichen Aufklärung nicht die Interessen des Pächters wahrnehmen und ihm das Vertragsrisiko abnehmen. Stattdessen muss der Pächter selbst prüfen und entscheiden, ob der Vertrag für ihn von Vorteil ist oder nicht. Zu diesem Schluss kommt das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG). Im vorliegenden Fall verpachtete das Land Hessen ein ehemaliges Herrenhaus, in dem Pächter 2014 ein Restaurant eröffneten. Die Pächter übernahmen die Renovierungsarbeiten im ersten Geschoss sowie die Ausstattung der Küche auf eigene Rechnung, berechneten die Eigenleistung aber dem Land gegenüber. Pachtzahlungen leisteten sie nicht. Wegen des Zahlungsrückstand kündigte das Land im Januar 2019 den Pachtvertrag und klagte vor dem Landgericht Darmstadt auf die Räumung des Herrenhauses und – unter Berücksichtigung einer entsprechenden Minderung – auf die ausstehende Pacht von 68.500 Euro. Das wollten die Pächter nicht auf sich sitzen lassen und verklagten wiederum das Land auf Schadenersatz, wegen Verletzung vorvertraglicher Pflichten. Sie seien über den Zustand des Herrenhauses arglistig getäuscht worden. Schließlich landete der Fall bei OLG, das zugunsten des Landes urteilte. Einerseits müsse sich ein Mieter selbst umfassend über den Vertrag informieren. Anderseits seien die Angaben des Landes zum Sanierungszustand des Herrenhauses nicht pflichtwidrig falsch gewesen. Quelle: OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 6.4.2022, Az. 12 U 323/ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de © photodune.net


Upcycling: Dekoideen mit Glasflaschen


Unter dem Titel „Upcycling mit Flaschen – Die besten Ideen“ erhalten Interessenten auf dem Portal „brigitte.de“ verschiedene Dekorationsideen für ausrangierte Wasser-, Saft- oder Weinflaschen aus Glas. Bei den Dekorationsideen handelt es sich beispielsweise um einen „Flaschengarten“, „Water Plants“ oder „Schwebende Vasen“. Für einen Flaschengarten wird ein großes Glasgefäß benötigt. In diesem entsteht mithilfe von Substrat, Erde, Mikroorganismen, Pflanzen, Luft und Wasser ein Ökosystem. Beim Trend „Water Plants“ werden Pflanzen wie Epiphyten in ein Glasgefäß gestellt, sodass die Wurzeln sichtbar sind. Beim Trend „Schwebende Vasen“ werden alte Gläser als Vasen genutzt und, beispielsweise mit einem Seil, an Rankhilfen befestigt. Interessenten, die sich die Dekorationsmöglichkeiten mit den ausrangierten Glasflaschen anschauen möchten, werden unter brigitte.de fündig. Dort erhalten sie auch eine Anleitung für das Anlegen eines Flaschengartens, weiterführende Informationen zu „Water Plants“ und weitere Ideen dazu, wie Glasfalschen zur Dekoration eingesetzt werden können. Quelle und weitere Informationen: brigitte.de © photodune.net


Wohneigentum: Für viele nur ein Traum?


Die Mehrheit der Immobilienkäufer und Immobilieninteressenten bezeichnet die Preise als abschreckend (65 Prozent) und als abgekoppelt vom wahren Wert (44 Prozent). Zudem halten 51 Prozent der Befragten einen Immobilienkauf in ihrer Region für gar nicht oder kaum noch leistbar. Das geht aus der Interhyp-Leistbarkeitsstudie mit 1.000 Befragten hervor. „Viele der Befragten haben das Gefühl, dass die Preise ‚unaufhörlich ins Unermessliche‘ steigen“, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp-Gruppe. Dass die befragten Immobilienkäufer oder Immobilieninteressenten sich einen Immobilienkauf gar nicht oder kaum noch leisten können, führen sie unter anderem auf die Höhe der Immobilienpreise in der Region zurück (49 Prozent). Aber auch die Tatsache, dass die Kaufpreise in Relation zum Einkommen oder zum Vermögen als zu hoch empfunden werden (45 Prozent) spielt offenbar eine Rolle. 36 Prozent möchten daher beim Immobilienkauf Kompromisse eingehen, rund 1/3 der Befragten will den Immobilienkauf hinauszögern und rund 7 Prozent der Befragten haben ihren Traum von einer Immobilie aufgegeben. Doch aus der Studie geht laut Interhyp auch hervor, dass es sich bei den Einschätzungen oftmals um Vermutungen handelt. So wissen 2/3 der Befragten nicht, wie hoch die tatsächlichen Finanzierungskosten für sie wären und nur vier von zehn Befragten (41 Prozent) haben ihre Kreditkosten bereits berechnet. Laut Jörg Utecht sollten Immobilieninteressenten dies aber tun und sich nicht entmutigen lassen. Für rund ¼ der Befragten ist allerdings ein Erbe, eine Schenkung oder die finanzielle Unterstützung der Eltern Voraussetzung für einen Immobilienkauf. Quelle und weitere Informationen: interhyp.de © photodune.net


Neubau: Es können wieder Förderanträge gestellt werden


Ab heute können wieder Anträge bei der KfW für die „Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 (EH/EG40) – Neubauförderung mit modifizierten Förderbedingungen“ gestellt werden. Die Neubauförderung für Wohn- und Nichtwohngebäude im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet damit wieder. Sie ist bis zum 31. Dezember befristet. Für die Neubauförderung steht ein Budget von 1 Milliarde Euro bereit. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, geht allerdings davon aus, dass die Neubauförderung sehr schnell ausgeschöpft sein wird. Damit möglichst viele Antragsteller von der Neubauförderung profitieren, sind unter anderem die Fördersätze reduziert und die Förderbedingungen geändert worden. So wird der Einbau von Gasheizungen künftig beispielsweise nicht mehr gefördert. Die Neuausrichtung der Neubauförderung soll in drei Schritten erfolgen: dem Neustart der EH-40 Neubauförderung mit angepassten Förderkonditionen, dem Programm EH40-Nachhaltigkeit, das eine Neubauförderung nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG) ermöglicht, und letztlich einem neuen Programm mit dem Titel „Klimafreundliches Bauen“. Weitere Informationen erhalten Interessenten auf bmwi.de und deutschland-machts-effizient.de. Quelle und weitere Informationen: bmwi.de/deutschland-machts-effizient.de © Fotolia


CO2-Kosten: Teilung zwischen Vermietern und Mietern


Das Heizen in Deutschland ist aufgrund der CO2-Steuer teurer geworden, die seit 2021 erhoben wird. Bisher müssen Mieter dafür allein die Mehrkosten tragen. Das soll sich jedoch zum 1. Januar 2023 ändern. Dann soll die CO2-Steuer zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt werden. Dazu hat sich die Bundesregierung kürzlich auf ein Stufenmodell für Wohngebäude geeinigt. Mit diesem sollen laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWI) „anhand der spezifischen CO2-Emissionen des vermieteten Gebäudes die produzierten CO2-Kosten künftig anteilig entsprechend der Verantwortungsbereiche und damit fair zwischen Mietern und Vermietern umgelegt [werden]“. Je emissionsärmer das Wohngebäude ist, desto weniger Kosten müssen die Vermieter tragen. Bei einem Effizienzhaus 55 werden für Vermieter gar keine Kosten fällig. Durch das Stufenmodell sollen laut BMWI sowohl bei Vermietern Anreize geschaffen werden, energetische Sanierungen durchzuführen, als auch Mieter dazu motiviert bleiben, ihren Energieverbrauch zu senken. Die CO2-Steuer soll zu weniger Emissionen von Kohlendioxid führen und damit letztlich auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aktuell gilt ein Preis von 30 Euro pro Tonne CO2, die beim Verbrennen von Heiz- und Kraftstoffen ausgestoßen wird. Er wird bis 2025 schrittweise auf bis zu 55 Euro im Jahr steigen. Quelle und weitere Informationen: bmwi.de © photodune.net


Urteil: Bewährungsstrafe für Rechtsanwalt, der Immobilien unter Wert verkauft hat


Ein Rechtsanwalt hat im Lehel in München zwei Wohnungen seiner dementen Mandantin deutlich unter Wert verkauft, und zwar an seine Kinder. Dafür ist er vom Schöffengericht des Amtsgerichts München wegen Untreue zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Wohnungen, die einen Wert von 1.100.000 Millionen beziehungsweise 1.300.000 Millionen Euro hatten, verkaufte er für nur 600.000 Euro an seien Tochter und deren Ehemann und für 675.000 Euro an seinen Sohn und dessen Ehefrau. Der Rechtsanwalt kannte die mittlerweile verstorbene Mandantin bereits seit den 1980er Jahren, da sie eine enge Freundin seiner Eltern war. Sie hatte ihm eine Generalvollmacht erteilt. Der Rechtsanwalt räumte den Verkauf der Wohnungen ein. Er gab an, es sei ihm nicht darum gegangen „seinen Kindern etwas zuzuschustern“. Er habe über Jahre ein enges und freundschaftliches Verhältnis zur Geschädigten entwickelt. Er sei daher davon ausgegangen, dass die Übertragung der Wohnungen an seine Kinder ihrem Willen entspreche. Erst später sei ihm bewusst geworden, dass er durch den Verkauf der Wohnungen auf dem freien Markt erheblich höhere Preise erzielen hätte können. Das Schöffengericht glaubte dem dem Angeklagten nur teilweise und sieht es als bloße Schutzbehauptung, dass ihn der objektive Marktwert der verkauften Wohnungen überrascht habe. Da er bereits Immobilienverkäufe durchführte und viele Jahre lang in München Rechtsanwalt gewesen ist, „lässt sich schlussfolgern, dass dieser jedenfalls mit den Preisen und Werten von Immobilien in München vertraut war“, so das Schöffengericht. Zumindest hätte er die Pflicht gehabt, als Bevollmächtigter der Geschädigten Auskunft über die Marktwerte der Wohnungen einzuholen. Das Schöffengericht geht in seinem Urteil auch auf den Umgang mit Personen ein. Es „ist strafschärfend zu werten, dass die Geschädigte (…) zum Tatzeitpunkt bereits vollständig dement war und die Tat somit zu Lasten einer Person verübt wurde, welche sich nicht im Ansatz dagegen wehren konnte.“ Quelle: justiz.bayern.de/AG München, AZ: 836 Ls 231 Js 167395/16 © Fotolia