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Singlehäuser: Raumwunder auf kleiner Wohnfläche:


Wer gerne allein lebt und sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, für den eignet sich ein Singlehaus besonders gut. Auch Paare, die auf kleinem Raum gut miteinander leben können und bei denen keine Kinderplanung ansteht, können mit der durchschnittlichen Grundfläche von 40 bis 45 Quadratmetern gut auskommen. Wer etwas mehr Wohnfläche braucht, kauft ein zweistöckiges Singlehaus und verdoppelt die Fläche auf 80 bis 90 Quadratmeter. Singlehäuser zeichnen sich durch ein offenes Wohnkonzept aus. Meistens besteht die komplette Etage aus einem Wohn- und Essbereich mit integrierter Küche. Viele Möbelhersteller bieten eine spezielle Inneneinrichtung für Singlehäuser an. So lässt sich der Platz im Wohn- und Lebensraum durch moderne Schrankbetten, hochwertige ausziehbare Schlafsofas oder einem Sekretär, der sich zu einem großen Arbeitsplatz umbauen lässt, bestens ausnutzen. Mit Raumteilern und Schiebegardinen können Bewohner bei Bedarf für Privatsphäre sorgen. Singlehäuser werden oftmals von Fertighausherstellern in großen Stückzahlen produziert und haben eine kurze Fertigstellungszeit. Als Neubauimmobilien sind sie nach den neusten Energiestandards hergestellt und lassen sich aus unterschiedlichen Materialien errichten. Allerdings sollten sich Kaufinteressenten vorab über das Thema Barrierefreiheit Gedanken machen. Zu beachten ist, dass zweistöckige Singlehäuser meist über enge Treppen verfügen und nicht alle Aspekte der Barrierefreiheit erfüllen. Allerdings bieten einige Hersteller auch spezielle barrierefreie Modelle ihrer Singlehäuser an. Quelle: Fertighauswelt © fotolia.de


Studie: Studentisches Wohnen Deutschland – Der Markt im Überblick:


Der Immobilienmarkt im Bereich Studentisches Wohnen wächst kontinuierlich. So ist zwischen den Jahren 2010 und 2019 das Angebot von privaten Investoren an Wohnplätzen in Studentenwohnanlagen, gemessen an den Studierendenzahlen in den dreißig größten Städten in Deutschland, um mehr als 25 Prozent gestiegen. Dies geht aus der Dezemberanalyse 2019 „Studentisches Wohnen Deutschland – Der Markt im Überblick“ des Immobiliendienstleisters savillis hervor. Vor allem Einzelapartments sind unter Studenten sehr beliebt. Aufgrund der hohen Bau- und Grundstückskosten sowie des regen Wettbewerbs um attraktive Grundstücke werden laut Analysen von savillis, in Neubauprojekten etwa zwei Drittel der Betten zu einer All-In-Miete von über 500 Euro angeboten. In Bestandsimmobilien verteilen sich die Mieten etwa zu gleichen Teilen auf All-In-Mieten für über und unter 500 Euro. Insgesamt 26 Prozent des Bestandes an Betten von Privatanbietern kosten mehr als 600 Euro Miete im Monat. Die Neubautätigkeit von privaten Investoren im Bereich Studentisches Wohnen wird auch in diesem Jahr weiterhin ansteigen. Für das Jahr 2020 planen Privatanbieter weitere 8.700 Wohnplätze für Studenten und würden demnach einen Marktanteil von einem Drittel erreichen. Der Bau von weiteren 11.000 Wohnplätzen ist von öffentlichen und gemeinnützigen Trägern vorgesehen. Ebenso ist bei der Planung und Umsetzung von Wohnbauprojekten zu verzeichnen, dass eine Großzahl von Studentenwohnheimen in Städten außerhalb der Metropolen, wie beispielsweise Dortmund und Hannover, entstehen. Quelle: savillis © fotolia.de


Ratgeber: Wohnen im Baudenkmal:


Der Verband privater Bauherren e. V. (VPB) hat für Bauherren und Immobilienkäufer einen Ratgeber zum Thema „Wohnen im Baudenkmal“ herausgegeben. Ob zu Lofts umgebaute Hallen, Fachwerk- oder Arbeiterhäuser sowie Landhäuser im Jugendstil, Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, haben einen besonderen Charme und sind sehr beliebt. Doch die Sanierung von Baudenkmälern ist aufwendiger und kostspieliger als von anderen Immobilien. Um die historischen Gebäude zu erhalten, unterstützt der Staat Eigentümer bei der Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen. So können Besitzer bei der Einkommensteuer zahlreiche Sanierungsmaßnahmen an der Immobilie sowie Arbeiten, die für die Bewohnbarkeit und Benutzbarkeit des Baudenkmals notwendig sind, steuerlich abschreiben. Der Ratgeber führt aus, zu welchem Prozentsatz die Steuervorteile greifen und über welchen Zeitraum sie sich erstrecken können. Ebenso erläutert der VPB-Ratgeber, welchen Herausforderungen sich Eigentümer stellen müssen, wenn sie ihre unter Denkmalschutz stehende Immobilie energetisch sanieren möchten. Denn Maßnahmen, wie beispielsweise eine Dämmung der Außenwände, stehen in einem Interessenskonflikt mit den Anforderungen des Denkmalschutzes und den Auflagen der Behörden. Deshalb ist sowohl im Bereich Steuererleichterungen als auch bei der energetischen Sanierung die Kommunikation mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde sowie einem Sachverständigen unumgänglich. Der Ratgeber kann auf der Internetseite des VPB kostenlos heruntergeladen werden. Quelle: VPB © photodune.net


Deutsche Energie-Agentur: Gebäudereport Kompakt 2019:


In Deutschland gibt es 21,7 Millionen Wohn- und Nichtwohngebäude, die eine wichtige Rolle in der Energiepolitik und der Energiewende spielen. In dem „dena-Gebäudereport Kompakt 2019“ publiziert die Deutsche Energie-Agentur Zahlen und Statistiken zum Thema Energieeffizienz im Gebäudebestand in Deutschland und beleuchtet die Themenbereiche Gebäudebestand, Energieverbrauch, Gebäudeeffizienz und Klimapolitik. Auch wenn das Klimaschutzprogramm 2030 eine gute Grundlage für die Energiewende in Gebäuden schafft, müssen auch in Zukunft weitere Maßnahmen verfolgt werden, um die Energie- und Klimaziele zu erreichen. Dabei spielt vor allem die Sanierung von älteren Gebäuden eine wichtige Rolle. So kann die Dämmung von Außenwänden und Dächern, der Einbau von neuen Fenstern sowie der Austausch von alten Heizungen, für den es auch staatliche Förderungen gibt, die Energiebilanz in Gebäuden auch weiterhin steigern. Wünschenswert ist, laut Analysen des dena-Gebäudereports, ein Anstieg der Sanierungsrate von einem auf anderthalb Prozent. Ebenso beleuchtet der Gebäudereport in den Themenfeldern Gebäudeeffizienz und Klimapolitik, welche innovativen Technologien und Geschäftsmodelle genutzt werden müssen und welche politischen Maßnahmen notwendig sind, um die gesetzten Klimaziele bis 2030 auch tatsächlich zu erreichen. Der „dena-Gebäudereport Kompakt 2019“ kann auf der Internetseite von der Deutschen Energie-Agentur heruntergeladen oder kostenlos als Print-Format bestellt werden. Quelle: dena © photodune.net


Urteil: Reparaturkosten an Erbschaftsimmobilie:


Der Miterbe eines Zweifamilienhauses möchte die Reparaturkosten, die durch das Auslaufen von Heizöl aus dem Öltank der Heizung in der geerbten Immobilie entstanden sind, vor dem Finanzamt in der Erbschaftssteuer geltend machen. Demnach sollen sie als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden. Das Finanzamt lehnt die Forderung nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) ab, denn Reparaturkosten gelten laut Behörde nicht als abzugsfähige Schulden. Der Erbe klagt gegen die Entscheidung der Finanzbehörden, bleibt jedoch mit seiner Klage, auch nach der Revision, erfolglos (AZ II R 33/15). Der Bundesfinanzhof (BFH) erläutert, dass die Beseitigung von Schäden an einer vererbten Immobilie, die erst nach dem Tod des Eigentümers entstehen, die Schulden des Erblassers sind und nicht als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden können. Eine Ausnahme ist, wenn der Erblasser bereits zu Lebzeiten von öffentlicher oder privatrechtlicher Seite dazu aufgefordert wurde, diese zu beseitigen. Quelle: BFH © fotolia.de


Technologische Sicherheit in der Entwicklung von Smart Cities:


Der Begriff „Smart City“ ist in aller Munde. Demnach sollen Städte von morgen intelligent, energieeffizient, technologisch fortschrittlich und sozial inklusiv sein. Eine nachhaltige Stadtplanung und -entwicklung soll die Bedürfnisse und Anforderungen der Bürger und Bürgerinnen an ihren Lebensalltag verbessern und die Lebensqualität steigern. Zudem versprechen Smart Cities ihren Bewohnern Kosteneinsparungen sowie optimalen Service. Doch wie sieht es mit der digitalen Sicherheit in den Smart Cities der Zukunft aus? Wie sind die unterschiedlichen Bereiche, wie beispielsweise die Energie- und Gesundheitsversorgung oder die Infrastrukturen, miteinander vernetzt und vor äußeren Gefahren oder Angriffen geschützt? Die Redaktion und Zeitung für moderne Wirtschaft „Trend Report“ beleuchtet, welche Sicherheitsvorkehrungen für Smart Cities getroffen werden müssen und wo die Schwierigkeiten und Schwachstellen in der digitalen Vernetzung liegen. So spielt das Thema Cybersicherheit eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, die technologischen Infrastrukturen in Smart Cities auszubauen. Dabei geht es, laut Trend Report, nicht nur um den potenziellen Datenverlust, sondern auch darum, die allgemeine öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Je mehr Bereiche digitalisiert werden, desto dringender müssen die Schwachstellen im Sicherheitssystem behoben und regelmäßige Sicherheitsupdates ermöglicht werden. Auf seiner Internetseite stellt „Trend Report“ Maßnahmen vor, die bei der Errichtung von Smart Cities durchgeführt werden sollten, um die Sicherheit der Bürger zu garantieren. Quelle: Trend Report © photodune.net


Studie: „Diversity is good for growth“:


In der Studie „Diversity is good for growth“ befragt das Beratungshaus PricewaterhouseCoopers (PwC) 138 Unternehmen aus der Immobilienbranche zu den Themen „Diversity & Inclusion“ (D&I) und untersucht, welche Auswirkungen diese auf die Bereiche Mitarbeiterengagement, Kundenzufriedenheit sowie Innovationskraft haben. Die PWC-Studie wurde vom Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA in Auftrag gegeben. Auch wenn die Immobilienbranche in den letzten Jahren ein fortwährend steigendes Wachstum zu verzeichnet hat, leidet sie unter einem Fachkräftemangel. Deshalb gilt es, künftig die Diversität in der Immobilienbranche insgesamt und vor allen Dingen im Bereich Recruiting zu fördern sowie Mitarbeitern und Talenten eine höhere Bedeutung beizumessen. So berichten Immobilienunternehmen, die bereits einen hohen Reifegrad in den Bereichen D&I erreicht haben, von einer größeren Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, einer geringen Fluktuation und hohen Kundenzufriedenheit sowie von einem überdurchschnittlichem Unternehmenswachstum. Laut Studie liegt die Immobilienwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen sowie im internationalen Vergleich im Bereich Diversity weit zurück. Wer künftig im Wettbewerb bestehen möchte, sollte sich, nach Aussagen von bereits erfolgreichen Immobiliendienstleistern wie JLL, nicht nur auf seine Erfahrungen und Fähigkeiten konzentrieren, sondern Vielfalt unter den Mitarbeitern schaffen, das Miteinander und das Verständnis füreinander sowie die Innovationskraft von herausragenden Talenten fördern. Die PwC-Studie verdeutlicht mit der Auswertung der Umfrageergebnisse, wie wichtig ein Werte- und Kulturwandel in der Immobilienwirtschaft ist und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen, wie Immobilienunternehmen die Bereiche D&I in ihre Unternehmensstruktur einbinden können. Quelle: ZIA © fotolia.de


Rolle des Bauträgers während des Hausbaus:


Wer ein Haus bauen, sich jedoch nicht mit der Planung und der Durchführung auseinandersetzen möchte, kann die Verantwortung an einen Bauträger übergeben. Dieser beschafft im Auftrag des Bauherrn das Grundstück, plant den Hausbau und koordiniert die Bauarbeiten bis zur finalen Schlüsselübergabe. In der Zusammenarbeit mit einem Bauträger können Bauherrn aus dem umfangreichen Dienstleistungsangebot des Bauträgers wählen. Aufgrund der standardisierten Bauausführung können Bauträger meistens einen Festpreis garantieren und die Kosten transparent halten. Wird ein Bauträger mit dem Hausbau beauftragt, ist er während der gesamten Bauzeit Eigentümer des Grundstücks und trägt die volle Verantwortung für den Hausbau. Als Grundlage dafür gilt ein Bauträgervertrag, der von einem Notar beglaubigt werden muss. Dieser beinhaltet in der Regel einen Grundstückskauf- oder Erbbauvertrag für das Grundstück sowie einen Werkvertrag für den Hausbau. Mit diesem „Doppelvertrag“ werden beide Vertragsparteien geschützt und rechtliche Komplikationen minimiert. Während der Bauplanung und -ausführung beauftragt und bezahlt der Bauträger alle Subunternehmer und Handwerker und ist für die Finanzierung verantwortlich. Der Vorteil für den ursprünglichen Bauherren ist dabei, dass er nur die bereits erbrachten Leistungen des Bauträgers bezahlt. Diese sind in einem vom Bauträger erstellten Zahlungsplan festgelegt. Wie ein Zahlungsplan auszusehen hat, regelt die Makler- und Bauträgerverordnung. Einzig für Immobilienbesitzer, die gerne kreativ an der Bauplanung mitwirken möchten, ist die Zusammenarbeit mit einem Bauträger nicht zu empfehlen. Denn grundsätzlich steht der Bauplan fest und wird standardisiert durchgeführt. Besondere Bauwünsche sind nur in Einzelfällen möglich und müssen gesondert bezahlt werden. Quelle: Immowelt AG © fotolia.de


Förderung des Energie-Beratungsangebots der Verbraucherzentralen:


In Deutschland gibt es derzeit etwa 500 unabhängige Energieberater, die Privatpersonen dabei unterstützen, ihren Energieverbrauch zu analysieren und ihnen Wege aufzeigen, wie sie künftig energieeffizienter leben und wohnen können. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Beratungsangebot der Verbraucherzentralen. Ein Großteil des Beratungsangebots ist kostenlos, zu einigen Themen wird eine Gebühr von 30 Euro erhoben. Für einkommensschwache Haushalte ist das gesamte Beratungsangebot kostenfrei. Mieter und Eigentümer haben die Möglichkeit, bei einem persönlichen Termin in einer der zahlreichen Beratungsstellen, telefonisch oder online grundsätzliche Energiesparfragen zu stellen. Hier werden Interessenten kostenlos über Möglichkeiten zum Stromsparen, über unterschiedliche Heizsysteme oder Kriterien bei der Auswahl von Elektrogeräten informiert. Ebenso bekommen sie Informationen über die zahlreichen Fördermöglichkeiten. Der Basis-Check ist ebenfalls kostenlos und gibt einen Überblick über den persönlichen Strom- und Wasserverbrauch, klassifiziert die Geräte im Haushalt und informiert über Einsparmöglichkeiten. Mit einer Selbstbeteiligung von 30 Euro können sich Mieter sowie private Haus- und Wohnungseigentümer zu weiteren, spezifischen Themen informieren lassen. Der Gebäude-Check gibt eine Einschätzung über die Heizungsanlage sowie die Gebäudehülle; im Solarwärme-Check werden die Einstellungen der solarthermischen Anlagen überprüft und optimal eingestellt und im Heiz-Check prüft ein Experte das Heizungssystem. Fragen zum Thema Solarenergie und Solaranlagen können im Eignungs-Check Solar geklärt werden. Weitere Informationen zur Energieberatung sind auf der Internetseite des BMWi zu finden. Quelle: BMWi © fotolia.de


Urteil: Sonderregelungen für Kinderlärm in WEGs:


In München fordert eine Eigentümerin einer Wohnungs- und Teileigentümergemeinschaft die Schließung eines Eltern-Kind-Zentrums in der gemischt genutzten Einheit. Die sich im Untergeschoss befindlichen Räumlichkeiten seien in der Teilungserklärung als „Laden mit Lager“ gekennzeichnet und sollten nach Meinung der Eigentümerin auch zu diesem Zwecke genutzt werden. Die Wohnung der Klägerin befindet sich direkt über dem Eltern-Kind-Zentrum im ersten Obergeschoss. Die Eigentümerin fühlt sich durch das dort entstehende Personen- und Lärmaufkommen gestört.  Das Eltern-Kind-Zentrum ist ein eingetragener Verein und Mieter der Räumlichkeiten. Das Zentrum ist montags bis freitags von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Vormittags findet ein „Mini-Kindergarten“ für Kinder im Alter zwischen 18 und 36 Monaten statt, am Nachmittag diverse Kurse für Kinder sowie Deutschkurse für Eltern. Zudem finden gelegentlich an Wochenenden und zu besonderen Anlässen beispielsweise Flohmärkte oder Vorträge statt. Die vom Landgericht und Oberlandesgericht (OLG) in München stattgegebene Klage (AZ V ZR 203/18) lehnt der BGH ab. Zwar ist der vom Eltern-Kind-Zentrum ausgehende Lärm größer, als wenn die Nutzung der Räumlichkeiten als „Laden mit Lager“ stattfinden würde. Allerdings seien die Geräuscheinwirkungen, die von Kindern in Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen ausgehen, grundsätzlich hinzunehmen. Dies besagt eine Regelung im Bundesimmissionsschutzgesetz (§ 22 Abs. 1a Satz 1 BImSchG). Auch wenn in der Einrichtung Kurse an Eltern vergeben werden, dürfte der Begriff der „Kindertageseinrichtung“ in diesem Fall nicht zu eng gefasst werden. Der BGH hat die Klage an das OLG zurückverwiesen. Dieses muss nun prüfen, inwieweit abgestellte Kinderwagen und Fahrräder stören. Quelle: BGH © photodune.net


Inneneinrichtung aus Beton:


Längst wird der Naturbaustoff Beton aufgrund seines Tragvermögens, seiner Widerstandsfähigkeit und seiner Formbarkeit nicht nur im Baugewerbe eingesetzt, sondern gilt auch in der Innenarchitektur als besonders schick. Ob für die Gestaltung von Räumen, wie beispielsweise des Badezimmers oder der Küche oder als eleganter Baustoff im Bereich Möbeldesign, Beton ist vielfältig einsetzbar und kann gut mit Holz, Farben und Stoffen kombiniert werden. Wer seine Küche mit Beton ausstattet, muss diese gut pflegen. Vor allem die Arbeitsplatte und stark beanspruchte Bereiche, wie das Spülbecken oder eine Tischplatte, können schnell verschmutzen. Um eine gründliche und einfache Reinigung zu ermöglichen, wird der verwendete Beton mit einer synthetischen Beschichtung dauerhaft versiegelt und widersteht dadurch sogar grobem Schmutz und Fett. Zudem werden dabei sensible Bereiche wie ein Spülbecken geschliffen und fein poliert, sodass keine Schmutzpartikel in die Betonfläche eindringen können. Der Baustoff Beton bringt außerdem viele Vorteile mit sich. So weist das Gemisch aus Zement aus Kalkstein, Ton, Kies oder Sand und Wasser eine gute Ökobilanz auf und ist relativ kostengünstig. Beton ist zudem wärmeisolierend und hält Feuchtigkeit, Lärm und Feuer ab. Polierter und versiegelter Beton erinnert an Marmor oder Speckstein und fühlt sich angenehm an. Möbel und Accessoires aus Beton, wie beispielsweise Lampen, Tische oder Kleinmöbel, verleihen den Räumlichkeiten Eleganz. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de


Deutschland-Studie: Wo leben Familien am besten?:


In der vom ZDF in Auftrag gegebenen „Deutschland-Studie“ untersucht das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos die Wohn- und Lebenssituation von Familien in 401 Kreisen und kreisfreien Städte in Deutschland. Dabei werden neben den Bereichen Geld & Wohnen auch die Bereiche Bildung & Soziales, Gesundheit & Sicherheit sowie Freizeit & Kultur ausgewertet. Die Ergebnisse der Studie besagen, dass vor allen Dingen in Großstädten immer mehr Familien ihren Lebensmittelpunkt in die Außenbezirke oder benachbarte Städte verlagern müssen. Denn gemessen am Haushaltseinkommen ist Wohnraum in der Stadt für viele Familien nicht mehr finanzierbar. So verzeichneten die Städte München, Frankfurt am Main und Stuttgart einen stärkeren Weg- als Zuzug von Familien. Denn durchschnittlich gibt eine Familie in München 43 Prozent ihres Gesamteinkommens für die Wohnungsmiete aus, in Frankfurt und Stuttgart sind es rund 39 Prozent. Zwar gab es diesen Trend bereits in der Vergangenheit. Allerdings lassen sich, aufgrund der rapide steigenden Mieten, immer mehr Familien im Umland nieder. Die Arbeitsmarktsituation spielt bei der Wohnortwahl eine wichtige Rolle. Die oberfränkische Kreisstadt Marktredwitz beispielsweise schafft für junge Familien Anreize, sich dort niederzulassen. Denn durch die Ansiedelung von Start-up-Unternehmen werden Arbeitsplätze geschaffen und somit wird die Region als Arbeitgeber attraktiv gemacht. Gleichzeitig betragen die Ausgaben für die Wohnmiete in Marktredwitz im Durchschnitt nur 16 Prozent. Weitere Aspekte, auf die junge Familie bei der Wohnortwahl Wert legen, sind neben günstigem Wohnraum eine gute Anbindung an den öffentlichen Personenverkehr sowie das Vorhandensein von Kitas und Schulen. Quelle: Prognos/ZDF © photodune.net


Unterschied zwischen Bauerwartungsland und Bauland:


Wer plant, ein Haus zu bauen, braucht zunächst ein passendes Grundstück. Dieses sollte den persönlichen Wünschen entsprechen, eine bestimmte Größe und eine gute Lage haben. Doch damit auf dem Traumgrundstück überhaupt ein Haus gebaut werden darf, muss das Land vollständig erschlossen sein und ein rechtsgültiger Bebauungsplan vorliegen. Deshalb rät der Verband Privater Bauherren (VPB) zukünftigen Hauseigentümern dazu, sich bei den zuständigen Behörden gut über den Stand der Bebaubarkeit des Grundstücks zu informieren. Vor allen Dingen sollten Grundstückskäufer wissen, was unter dem Begriff Bauland und Bauerwartungsland zu verstehen ist. Grundstücke, die als Bauerwartungsland gekennzeichnet sind, sind zwar im Flächennutzungsplan der Kommunen für die Nutzung als Bauland vorgesehen, allerdings liegt hier noch kein Bebauungsplan vor. Dieser gibt Auskunft darüber, auf welche Weise das Grundstück bebaut werden darf. In einem Bebauungsplan ist u. a. festgeschrieben, welche Größe und Höhe die zu bauende Immobilie haben darf, wie viel Fläche maximal bebaut werden darf und welche Abstände zu dem Nachbarsgrundstück eingehalten werden müssen. Haben sich Grundstückskäufer für eine Fläche entschieden, die bereits als Bauland definiert ist, steht einer Bebauung grundsächlich nichts im Wege. Anders bei Bauerwartungsland liegt hier bereits ein rechtsgültiger Bebauungsplan vor, jedoch ist das Grundstück noch nicht von der zuständigen Kommune erschlossen worden. Somit hat der Grundstückskäufer zwar einen Rechtsanspruch darauf, ein Haus auf dem Grundstück zu errichten, allerdings muss er noch auf die Erschließung durch die Kommune warten. Quelle: VPB © photodune.net


Mit Mikro-Blockheizkraftwerk Energie im Haushalt produzieren:


Ein Mikro-Blockheizkraftwerk (BHKW) produziert Strom und Wärme, mit welcher ein Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhaus mit Energie versorgt werden kann. Angetrieben von Erdgas oder anderen Brennstoffen, wie beispielsweise Flüssiggas oder Pflanzen- und Heizöl, werden etwa 90 Prozent der Brennstoffe in erneuerbare Energie umgewandelt. Ein Mikro-BHKW deckt eine elektrische Leistung von 2,5 kW bis 15 kW ab und eignet sich hervorragend für die Strom- und Wärmeversorgung von Häusern oder Kleingewerben. Nicht größer als ein Kühlschrank oder eine Waschmaschine kann ein Mikro-BHKW hervorragend im Keller platziert und installiert werden. Dank einer Geräusch- und Vibrationsdämmung ist das Mikro-BHKW kaum zu hören, auch wenn es volle Arbeit leistet. Auch wenn ein Mikro-BHKW durchschnittlich 15.000 Euro und mehr kostet, zahlt sich die Investition bereits nach etwa zehn Jahren aus. Je mehr Leistung benötigt wird, desto teurer ist die Anschaffung. Doch auf lange Sicht werden Strom- und Heizkosten eingespart. Zusätzlich wird der Wert der Immobilie gesteigert. Produziert das Mikro-BHKW überschüssigen Strom, kann dieser in das öffentliche Netz eingespeist werden. Die umweltfreundlichen BHKWs werden durch Bund und Länder in Form von zahlreichen Förderprogrammen bezuschusst. Dazu gehören unter anderem ein Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), einer Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder anderen Zuschüssen. Wer sich für den Kauf eines BHKW entscheidet, sollte sich zunächst über die zahlreichen Fördermöglichkeiten informieren. Quelle: Ihr-BHKW © fotolia.de


Urteil: Haustierhaltung in Mietwohnung erlaubt:


Vor dem Amtsgericht Bremen fordert die Eigentümerin eines Mehrfamilienhauses eine ihrer Mieterinnen dazu auf, ihre Tierhaltung auf zwei Hunde oder einen Hund und eine Katze zu beschränken (AZ 6 C 32/15). Hintergrund ist, dass die Mieterin seit ihrem Einzug im Jahre 1979 mehrere Tiere in ihrer 77,25 Quadratmeter großen 3,5 Zimmer aufgenommen hat. Darunter zählen Klein- und Großtiere, u. a. eine Katze, sechs Hunde sowie mehrere in Käfigen gehaltene Nagetiere. Eine Genehmigung für die Tierhaltung beantragte die Mieterin erst im Jahre 2014, nachdem ihr eine Beschwerde bzgl. der Lärmbelästigung der Tiere zugetragen wurde. Auf den Antrag der Mieterin reagierte die Eigentümerin mit einem Schreiben vom 28.08.2014, in dem sie die Mieterin dazu aufforderte, die Großtierhaltung, wie oben genannt, einzuschränken. Die Mieterin reagierte nicht auf das Schreiben, sodass die Eigentümerin einen Monat später ihre Aufforderung wiederholte. Die Mieterin wies die Klage mit einem Anwaltsschreiben vom 14.11.2014 ab, die Vermieterin reagierte ebenfalls mit einem Anwaltsschreiben und setzte der Mieterin eine Frist auf Reduzierung des Tierbestandes bis zum 31.12.2014, welcher die Mieterin wiederholt nicht nachging. In dem Prozess wies das Amtsgericht Bremen die Klage der Eigentümerin ab und entschied zugunsten der Mieterin. Denn die Forderung der Eigentümerin verstößt gegen §§ 535 Abs. 1, 538, 541 BGB, indem sie die zustimmungsfreie Katzen- und Hundehaltung auf zwei Großtiere beschränkt. Nach dieser Regelung seien andere Großtiere von der Haltung ausgeschlossen, wenn keine Genehmigung der Vermieterin vorliegt. Gemäß § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB ist diese Regelung unwirksam, denn sie ist als unangemessene Benachteiligung der Mieterin anzusehen. Quelle: AG Bremen © fotolia.de


Die Vorteile von Parkettböden :


Parkettböden in Wohnräumen sind bereits seit dem 19. Jahrhundert sehr beliebt. Auch heute noch wünschen sich viele Wohnungs- und Hausbewohner einen echten Parkettboden. Kein Wunder, denn ein Boden aus Holz verwandelt jeden Raum in ein gemütliches Zuhause und bringt zudem noch viele weitere Vorteile mit sich. So gelten Parkettböden als äußerst strapazierfähig und langlebig, zudem sind sie dämmhemmend und fußwarm. Ein Parkettfußboden eignet sich demnach auch gut als Bodenbelag im Badezimmer oder für eine Fußbodenheizung. Ein Parkettboden bietet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Ob als Fischgrätparkett, Parkett mit Flechtstruktur oder Ein-Stab-Parkett, die verschiedenen Holzsorten und Oberflächen sind in unterschiedlichen Varianten zu erwerben. Auch die Farbe des Parketts kann individuell ausgewählt und gestaltet werden. So eignen sich Esche, Eiche und Birkenholz besonders gut, wenn sich Bewohner einen hellen Boden wünschen. Das Holz der Wenge hingegen hat einen dunkleren Farbton und Merbau geht ins Rötliche. Ein Parkettfußboden ist pflegeleicht. Eine Trockenreinigung und eine gelegentliche Reinigung mit einem feuchten Lappen reichen in der Regel aus. An den Möbeln angebrachte Filzgleiter schützen vor Kratzern und Schleifspuren. Sollte der Boden jedoch stark beansprucht sein, bieten sich Polyurethan-Versiegelungen an. Die aus Polyesterharzen bestehende Versiegelung ist sehr widerstandsfähig und wasserfest. Weist der Parkettboden nur kleine Beschädigungen auf, reichen in der Regel Wachse und Öle, um dem Holzboden seinen besonderen Glanz zu verleihen. Quelle: Schöner Wohnen © fotolia.de


Neues Webtool soll durch Extremwetter entstandene Schäden an Immobilien verringern:


Aufgrund des Klimawandels wird es auch in Zukunft zu immer mehr Extremwettersituationen, wie beispielsweise Hagel, Starkregen, Wintersturm und sogar Erdbeben, Hochwasser und Waldbränden, kommen. Um das Risiko für Schäden an Immobilien einschätzen und vermindern zu können, hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung (BBSR) das Webtool „GIS ImmoRisk Naturgefahren“ entwickelt. Dieses soll nicht nur Risiken erkennen, sondern auch dabei helfen, durch bauliche Maßnahmen Schäden im Vorhinein zu verhindern. Das Tool des BBSR wurde für öffentliche und private Bauherren sowie für Privateigentümer entwickelt. Der Deutsche Wetterdienst, das Karlsruher Institut für Technologie und weitere Partner aus der Wissenschaft sind an der Entwicklung des Webtools beteiligt. Durch die Eingabe von objektbezogenen Daten können zu erwartende Risiken und Schäden unter Betrachtung der Klimarisiken eingeschätzt werden. Allerdings fehlt es bisher noch an flächendeckenden Daten, weshalb nicht zu allen Wettersituationen Prognosen gestellt werden können. Das Webtool kann bereits detaillierte Aussagen und Prognosen zu Risiken und Schäden an Immobilien stellen, die durch Hagel, Wintersturm, Hitze und Starkregen entstehen. An einer flächendeckenden Risikoeinschätzung der zu erwartenden Immobilienschäden, die durch Hochwasser, Schneesturm, Erdbeben und Blitzschlag entstehen, wird zurzeit noch gearbeitet. Aus diesem Grund wird das Webtool „GIS ImmoRisk Naturgefahren“ immerwährend weiterentwickelt, denn bereits jetzt schon betragen die Schäden an Immobilien, die allein durch Starkregen, Sturm und Hagel in Deutschland entstehen, mehrere Milliarden Euro. Quelle: BBSR © fotolia.de


Tipp: Dächer aus Aluminium, Kupfer und Edelstahl :


Ein Dach aus Blech ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Ob aus Aluminium, Kupfer oder Edelstahl, jedes Material bringt andere Vorteile mit sich. So weist ein Aluminiumdach beispielsweise ein sehr geringes Gewicht auf und ist gut formbar. Auch Kupfer kann gut verformt werden, vor allen Dingen auch bei niedrigen Außentemperaturen. Zusätzlich eignet sich Kupfer gut für komplizierte Bauanschlüsse und weist eine hohe Beständigkeit gegen andere Materialien, wie beispielsweise Zement oder Gips, auf. Sucht man nach einer Dachkonstruktion, die eine sehr hohe Lebensdauer garantiert, ist ein Dach aus Edelstahl besonders zu empfehlen. Auch die hohe Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl gehört zu seinen großen Vorteilen. Allerdings ist ein Edelstahldach in der Herstellung und Montage aufgrund der intensiven Verarbeitung bei der Verfalzung und den Schneidearbeiten recht preisintensiv. Eine gute Alternative dazu bietet ein Dach aus verzinktem Stahlblech. Im Vergleich zum Edelstahlblech lässt sich ein verzinktes Stahlblechdach gut löten, ist ebenfalls sehr stabil und weist eine gute Tragfähigkeit auf. Wer bei der Dachauswahl den Schwerpunkt auf eine besondere Optik legt, bekommt mit einem Blechdach aus Titanzink bei Bewitterung eine schöne Patinaschicht. Diese schützt zudem gut vor Korrosion, lässt sich gut löten und kann im Nachhinein fast vollständig wiederverwertet werden. Allerdings sollte ein Dach aus Titanzink lediglich von einem Spengler montiert werden. Denn Titanzink ist anfällig für Konstruktions- und Verlegefehler. Quelle: Hausbaumagazin © photodune.net


Durchbruch im Bereich „Serielles Sanieren“ in Wohngebäuden:


In den nächsten vier Jahren soll der Ende November 2019 vereinbarte Energiesprong-Volume-Deal umgesetzt werden. Beteiligt an dem Deal sind 22 Wohnungsunternehmen, vier Bauunternehmen sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BmWi). Bestandteil des Deals ist die serielle Sanierung von 11.635 Wohnungen, die von den 22 Wohnungsunternehmen zur Verfügung gestellt werden. Mit dem auf dem dena-Energiewendekongress 2019 vereinbarten Beschluss, setzen Wohnungs- und die Bauwirtschaft ein entschiedenes Zeichen in der Einführung von seriellen Sanierungslösungen. Dabei ist das langfristige Ziel die vollständige Etablierung von seriellen Sanierungslösungen in der Immobilien- und Bauwirtschaft. Konkret werden dabei mittels 3-D-Scans Gebäude so erfasst werden, dass Fassadenelemente und Solardachelemente mit Industrie 4.0 millimetergenau vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch montiert werden müssen. Auch Fenster, die Dämmung und der Außenputz sowie die Anlagetechnik sollen vorgefertigt und vorab in die Elemente und Energiemodule eingebaut werden. Dieser Standard im Bereich „Serielles Sanieren“ wird als Net-Zero-Standard bezeichnet und definiert sich vor allen Dingen durch die deutlich reduzierten Arbeitszeiten auf der Baustelle sowie sozialverträgliche Kosten. Ein Gebäude erreicht einen vollständigen Net-Zero-Standard oder Null-Energie-Standard, wenn es seine gesamte im Jahr benötigte Energie für Strom, Warmwasser und Heizung selbst produzieren kann. Quelle: dena © photodune.net


Urteil: Unzulässige Kündigung eines Mietverhältnisses:


In einem Rechtsstreit vor dem Bundesgerichtshof (BGH, AZ VIII ZB 26/17) ging es um die Frage, wer die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen muss, welche durch eine erleichterte Kündigung eines Mitverhältnisses in einem Zweifamilienhaus unter Berufung auf § 573a Abs. 1 BGB entstanden sind. Ein Ehepaar, das sowohl Eigentümer und Vermieter eines Zweifamilienhauses war, vermietete eine der beiden Wohnungen in dem Zweifamilienhaus an eine andere Mietpartei. Der Ehemann übertrug zu einem späteren Zeitpunkt seinen Mietanteil an seine Ehefrau, die somit alleinige Eigentümerin des Anwesens wurde. Diese kündigte anschließend das Mietverhältnis und klagte auf Räumung der Wohnung. Auch wenn Mieter und Eigentümerin sich nach Auszug der Mieter im gegenseitigen Einvernehmen darauf geeinigt haben, den Rechtsstreit als erledigt anzusehen, stellt sich dennoch die Frage, wer für die bisher entstandenen Kosten für den Rechtsstreit aufkommen muss. Das Gericht prüft hierbei, wer den Rechtsstreit voraussichtlich gewonnen hätte. Sowohl das Amtsgericht Neumarkt als auch die Rechtsbeschwerde vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth entschieden zu Lasten des Mieters. Denn dieser wäre, nach deren Annahme, bei der Fortführung des Rechtsstreits und ohne die übereinstimmende Einverständniserklärung, unterlegen gewesen. Erst vor dem Bundesgerichtshof hatte die Beschwerde des Beklagten (Mieters) Erfolg. Der BGH ist der Auffassung, dass bei einer Fortführung des Rechtsstreits die Klägerin unterlegen gewesen wäre, denn ihre ausgesprochene Kündigung sei gar nicht wirksam gewesen. Auch wenn der Ehemann der Klägerin seinen Mietanteil an seine Frau übergeben hat, bleibt er dennoch Vermieter und muss der Kündigung ebenfalls zustimmen. Der vom Landgericht Nürnberg-Fürth angewandte § 566 Absatz 1 BGB kann nicht in Betracht gezogen werden. Denn nach § 566 müsste die Veräußerung an einen Dritten erfolgen und der Erwerber darf bis zum Erwerb nicht Vermieter gewesen sein. Somit stand es der Alleineigentümerin nach Rechtslage gar nicht zu, die Räumung und Herausgabe der Wohnung zu verlangen. Quelle: BGH © photodune.net


Der Charme von Altbauwohnungen:


Eine Altbauwohnung zeichnet sich durch hohe Stuckdecken, lichtdurchflutete Räume sowie große Fenster und einen Holzboden aus. Spricht man von einer Altbauwohnung, so sind in der Regel Wohnungen gemeint, die vor 1945 gebaut wurden. Die historischen Räumlichkeiten haben einen ganz besonderen Charme, doch bedürfen sie aufgrund ihres Alters auch einer ganz besonderen Pflege. Vor der Einrichtung oder Renovierung einer Altbauwohnung, sollten Mieter oder Eigentümer eine Analyse und Bestandsaufnahme des Mauerwerks durchführen. Denn aufgrund des Alters der Bausubstanz sowie der großflächigen Wände, können diese schnelle Bröckeln, weshalb die Substanz der Böden und der Decken von einem Fachmann bewertet werden sollte. Auch über die Möglichkeiten zum Schallschutz und zur energieeffizienten Nutzung sollten sich Bewohner informieren. Denn die Heizwärme in Altbauwohnungen verteilt sich nur langsam in den Räumen. Der charakteristische und historische Dielenboden oder das Fischgrätenparkett sollten gut gereinigt und gepflegt werden. Je nach Holzart ist es ratsam, den Holzboden einmal jährlich zu wachsen oder zu ölen. Altbauwohnungen bieten bei der Inneneinrichtung viel kreativen Spielraum. Knallige Wandfarben setzen auf der großen Wandfläche moderne Akzente, Möbel im Vintage- oder Minimalismus-Stil sind in Altbauwohnungen besonders beliebt. Extravagante Pflanzen in großen Vasen finden genauso viel Platz wie zahlreiche Bilder und Gemälde an den Wänden. Auch der Raum nach oben sollte genutzt werden und die Aufmerksamkeit auf die historische Stuckdecke und Ornamente lenken. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net


Studie untersucht Mobilitätssysteme und Immobilienpreise:


In einer Studie werden zurzeit die Zusammenhänge zwischen dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dem Wohnungsbau und den Immobilienpreisen in neuen Stadtquartieren analysiert. Die Studie wird vom Projekt- und Gebietsentwickler BPD (Bouwfonds Property Development) durchgeführt. Gemeinsam mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) werden dabei neugebaute Stadtquartiere in den Ballungsräumen Köln, Karlsruhe und Stuttgart näher betrachtet. Aufgrund des rapiden Bevölkerungswachstums in Großstädten und Ballungsräumen, muss ausreichend neuer Wohnraum geschaffen werden. Um den dadurch entstehenden Verkehr zu entlasten und die Anzahl der Autos zu mimnimieren, wird bei der Projektierung von neuen Stadtquartieren sowie im Bereich Stadtentwicklung darauf geachtet, dass diese gut an den ÖPNV angebunden sind. Mit einer guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel verzichten Bürger oft auf ihr Auto und können dadurch, laut Studie, die Reisezeit um etwa 30 Minuten verkürzen. Doch gleichzeitig hat der Ausbau des ÖPNV Auswirkungen auf die Immobilienpreise. So verzeichnet die Studie in den neuen Stadtquartieren zwar geringere Mobilitätskosten als beim Gebrauch des PKWs, aber gleichzeitig auch steigende Miet- und Kaufpreise. Demnach sind die Mieten in den neuentwickelten Stadtquartieren in Karlsruhe um 3,6 Prozent, in Stuttgart um 5,4 Prozent und in Köln sogar um 9 Prozent höher als in Wohngebäuden ohne direkte Anbindung an den ÖPNV. Desweiteren skizziert die Studie an drei nationalen und internationalen Fallbeispielen die Finanzierung von erfolgreichen Stadtquartierprojekten mit Anbindung an den ÖPNV. Quelle: BPD/IW © fotolia.de


Funktionale und dekorative Außenbeleuchtung:


Gerade in der dunklen Jahreszeit ist eine gute Beleuchtung im Außenbereich des Hauses wichtig. Denn Hauseigentümer und Mieter sind dazu verpflichtet, für Sicherheit auf ihrem Grundstück zu sorgen und das Risiko zu minimieren, dass jemand auf den Treppenstufen ausrutschen oder stolpern könnte. Mit der Beleuchtung der Eingangstür und der Treppenstufen oder des Gartens sowie der Terrasse wird nicht nur der Zugang zum Haus bei Dunkelheit erleichtert, sondern gleichzeitig eine angenehme und einladende Atmosphäre geschaffen. Ob an den Wänden angebrachte Außenwandleuchten, am Boden stehende Sockel- oder Pollerleuchten oder Mastleuchten und Kandelaber bei großen Grundstücken, bei der Gestaltung der Außenbeleuchtung sind Eigentümern keine Grenzen gesetzt. Für eine gemütliche Atmosphäre im Garten- und Terrassenbereich eignet sich indirektes Licht besonders gut. Mit Wandleuchten oder Spots können gezielt Lichtakzente gesetzt werden. Auch elektrische Wandfackeln, Hängeleuchten im Außenbereich oder eingebaute Deckenleuchten bei einer überdachten Terrasse bringen Licht ins Dunkel und wirken äußerst einladend. Wer es noch dekorativer mag, kann die im Garten oder im Eingangsbereich gepflanzten Bäume und Pflanzen mit Flutern, Schweinwerfern und Außenstrahlern in Szene setzen. Viele Leuchtsystem bieten eine große Auswahl von unterschiedlichen Lichtfarben und können oftmals per Fernsteuerung bedient werden. Zu beachten ist, dass die Leuchten und Lampen witterungsbeständig und für den Außenbereich geeignet sind. LED Lichter sind energieeffizient und müssen aufgrund ihrer Langlebigkeit nur selten ausgetauscht werden. Quelle: Immowelt AG © photodune.net


Unterschiedliche Modelle von Wärmepumpen:


Wer energieeffizienter leben möchte und sich für den Einbau einer Wärmepumpe zur Energiegewinnung im Haushalt entscheidet, hat die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Modellen zu wählen. Gemeinsam haben alle Wärmepumpen, dass sie regenerative Energien nutzen, beispielsweise aus der Luft, dem Grundwasser oder aus dem Erdreich und diese zum Heizen, zur Warmwasseraufbereitung oder zu beidem gebrauchen. Während eine Warmwasser-Wärmepumpe lediglich der Aufbereitung von Warmwasser dient und das System komplett von der Heizungsanlage abgekoppelt ist, gibt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die gewonnene Energie an einen Wasserkreislauf weiter, der sie dann an die Heizung oder zur Warmwasseraufbereitung transportiert. Eine Luft-Luft-Wasserpumpe wird vor allen Dingen bei Passivhäusern eingesetzt und funktioniert sowohl als Heizung sowie als Lüftung. Für ihre Funktionsfähigkeit benötigt sie jedoch eine kontrollierte Wohnraumlüftung und das Haus muss komplett luftdicht sein. Ebenso gibt es Wärmepumpen, die ihre Energie aus einem Eisspeicher gewinnen oder Sole-Wasser-Wärmepumpen, die mittels eines horizontalen Rohrsystems Wärme aus der Erdoberfläche entziehen. Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen hingegen die Energie des Wassers. Um herauszufinden, welche Wasserpumpe für Ihre Bedarfe und für die Immobilie die richtige ist, sollte ein Experte oder ein Energieberater zurate gezogen werden. Äußere Faktoren spielen bei der Wahl der Wärmepumpe meistens keine Rolle, da sie die Wärme aus der Erde und aus dem Grundwasser nutzen. Quelle: Bautipps © photodune.net


Räum- und Streupflicht bei Schnee und Glatteis:


Sind die Gehwege im Winter vereist oder verschneit, stellt sich die Frage, wem die Räum- und Streupflicht obliegt und wer im Schadensfall haftet. Grundsätzlich ist, laut Rechtslage, die Gemeinde dazu verpflichtet, Gehwege begehbar und sicher zu halten und vor Schneeeinfall sowie vor Glatteis zu schützen. Doch grenzt ein Grundstück an einen öffentlichen Gehweg, kann die Räum- und Streupflicht an den Eigentümer des Hauses übergeben werden. Dieser wiederum hat die Möglichkeit, die Verkehrssicherungspflicht an seinen Mieter übergeben. Doch die Übergabe der Räum- und Streupflicht an den Mieter muss ganz klar im Mietvertrag oder in der Hausordnung benannt werden. Ein Verweis auf „alle behördlichen und polizeilichen Pflichten“ reicht unter Umständen nicht aus. Denn kommt es zum Ernstfall und ein Passant stürzt oder verletzt sich, kann das hohe Kosten verursachen. Hat der Vermieter eine offizielle Übergabe der Versicherungspflicht an seinen Mieter verschriftlicht, ist er dennoch dazu verpflichtet, zu überwachen, ob dieser seiner Räum- und Streupflicht tatsächlich nachgeht. Sind die Mieter oder Eigentümer körperlich eingeschränkt oder gebrechlich, sind Sie unter Umständen von den Pflichten befreit. In solchen Fällen kann ein Streu- und Räumdienst die Arbeiten übernehmen. Handelt es sich bei dem Wohnobjekt um ein Mehrfamilienhaus, sind alle Parteien zum gleichen Teil verpflichtet, der Räum- und Streupflicht nachzugehen. Die kommunale Straßenreinigungssatzung gibt Auskunft darüber, ob mit Split, Granulat oder ggfs. Salz in der jeweiligen Gemeinde gestreut werden darf. Quelle: Hausjournal © photodune.net


Trend: Schiebetüren aus Glas :


Heutzutage liegen helle und liftdurchflutete Räume hoch im Trend. Denn große Räume schaffen Weite und fördern das Miteinander. Doch was passiert, wenn man beim Kochen lieber die Tür hinter sich zuziehen möchte oder im Wohnzimmer ungestört Fernsehen möchte? Eine gute Alternative, Räume groß und hell erscheinen zu lassen, aber dennoch Privatsphäre zu schaffen, entsteht durch den Einbau von Schiebetüren aus Glas. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen und Montagearten. Eine Schiebetür kann aus mehreren Flügeln oder einem Einzelteil bestehen und zeichnet sich dadurch aus, dass sie zum Öffnen und Schließen keinen Schwenkbereich benötigt, sondern auf Schienen geführt wird. Ob aus mattiertem oder gefärbtem Glas, selbst im geschlossenen Zustand lässt die Schiebetür ausreichend Licht durch, um ein weites Raumklima zu kreieren. Auch fensterlose Räume erhalten trotz der geschlossenen Tür ausreichend Helligkeit. So muss weniger zusätzliche Beleuchtung eingesetzt werden, was zusätzlich die Stromkosten senkt. Auch wenn Schiebetüren aus Glas in den letzten Jahren überwiegend in Büroräumen zu finden waren, erfreuen sie sich in der heutigen Innenarchitektur neuer Beliebtheit. So kann der Trend von großen Räumen und dem offenen Wohnen gewahrt und gleichzeitig kann ein Raum optimal strukturiert und aufgeteilt werden. Bei der Wahl der Schiebetüren sollten sich Kaufinteressierte von einem Fachmann beraten lassen. Je nach Art des Glases kann eine Schiebetür zusätzlichen Lärm- und Schallschutz bieten und durch die Verwendung von Sicherheitsglas kann Bruchgefahr vermeiden werden. Quelle: Zimmerschau/Glas und Beschlag © fotolia.de


Studie: Wie beliebt sind alternative Wohnformen in Deutschland?:


In einer Umfrage der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler von Baufinanzierungen, wurden 1.000 Personen in Deutschland zu den Themen Bauen und Wohnen befragt. Vor allen Dingen die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit spielten in der Umfrage eine zentrale Rolle. Die Ergebnisse besagen, dass für 87 Prozent der Befragten Umweltschutz und nachhaltiges und energieeffizientes Bauen und Wohnen wichtig bis sehr wichtig sind. Nur für 4 Prozent der Befragten steht das umweltfreundliche Bauen und Wohnen nicht im Fokus oder ist nicht wichtig. Grundsächlich ziehen mehr als drei Viertel der Befragten alternative Wohnformen in Betracht. Vor allem ein Ökohaus oder ein Mehrgenerationenhaus stoßen bei den Befragten auf viel Zuspruch. So könnten sich 43 Prozent der Befragten vorstellen, ein Haus nach „ökologischen Standards“ zu bewohnen und 29 Prozent könnten in einem Mehrgenerationenhaus leben. Ebenfalls 29 Prozent könnten sich vorstellen, in einem Hausboot zu wohnen. Die zurzeit im Trend liegenden Tiny Houses stellen nur bei 13 Prozent der Befragten eine alternative Wohnform dar, gefolgt vom Bewohnen eines Baumhauses, was sich 11 Prozent der Befragten vorstellen können. In der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich. Ebenso muss genannt werden, dass 15 Prozent der Befragten keine der alternativen Wohnformen als Wohn- und Lebensmittelpunkt in Betracht ziehen. Interhyp weist auf die zahlreichen staatlichen Fördermöglichkeiten im Bereich energieeffizientes Wohnen und Bauen hin und rät Kauf- und Bauinteressierten, sich in der Planungsphase von einem Finanzierungsexperten beraten zu lassen. Quelle: Interhyp AG/Baubiologie Magazin © fotolia.de


Können Rollläden an Fenstern vor Einbruch schützen?:


Rollläden an Fenstern schützen vor starkem Sonneneinfall und dienen als Wärmeschutz. Doch können angebrachte Rollläden auch Einbrecher fernhalten und vor Einbruch schützen? Handelt es sich um Rollläden, die nach DIN EN 1627 zertifiziert sind, sind diese einer bestimmten Widerstandsklasse zugeordnet und teilweise einbruchhemmend. So sind die zertifizierten Rollläden zusätzlich gesichert und lassen sich nur schwer hochschieben und aushebeln. Auch elektrische Rollläden bieten einen erhöhten Sicherheitsschutz, denn sie können nicht ohne weiteres hochgeschoben werden. Abgesehen von den zertifizierten und elektrischen Rollläden haben die handelsüblichen Fenstervorrichtungen allerdings keine Einbruchschutzfunktion. Ebenso ist zu erwähnen, dass heruntergelassene Rollläden den Eindruck erwecken können, als sei niemand zu Hause und einladend auf Einbrecher wirken. Deshalb sollten Eigentümer nicht darauf verzichten, in ein professionelles Sicherheitssystem zu investieren. Einbruchhemmende Fenster mit einer Pilzkopf-Verriegelung, Aufhebelsicherung sowie geänderten Beschlägen bieten einen hohen Sicherheitsschutz. Die von Sicherheitsbehörden empfohlene Widerstandsklasse für Fenster und Türen sollte mindestens RC 2 oder höher betragen. Alternativ eignen sich Rollgitter vor Fenstern ebenfalls gut als Einbruchschutz. Allerdings sind die Gitterstäbe optisch nicht jedermanns Sache. Wer sich für ein Rollgitter entscheidet, sollte sich über die unterschiedlichen Sicherheitsklassen erkundigen. Quelle: Hausjournal © photodune.net


Tipp: Abbau von Photovoltaik-Altmodulen :


Photovoltaik-Module zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie auf eine sehr umweltschonende und energieeffiziente Weise Strom produzieren, sondern auch durch ihre lange Lebensdauer. So halten passende ausgewählte Photovoltaik-Module bei der richtigen Montage mehrere Jahrzehnte. Sollte es irgendwann zu Beschädigungen kommen oder dazu, dass die Module aufgrund ihres Alters nicht mehr zur Stromerzeugung genutzt werden können, müssen sie fachgerecht gemäß des Elektro- und Elektronikgesetzes entsorgt werden. Denn heutige Entsorgungsfachbetriebe recyclen die PV-Altmodule so, dass die enthaltenen Rohstoffe fast gänzlich als Sekundärrohstoffe verwertet werden können und in der Produktion wieder in den Werkstoffkreislauf gelangen können. Deshalb ist es wichtig, ausrangierte Module richtig zu entsorgen und an den zuständigen Sammelstellen abzugeben. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) stellt auf seiner Internetseite ein kostenloses Hinweispapier mit dem Namen „Sicherer Umgang mit den PV-Altmodulen“ zur Verfügung. Darin gibt er Tipps und Sicherheitshinweise beim Umgang und Abbau von alten PV-Modulen und informiert darüber, in welchem Zustand sie zu den kostenlosen Rücknahmestellen transportiert werden müssen. Besitzer von Photovoltaikanlagen sollten sich aus Sicherheitsgründen gut über den Abbau der Module informieren. Denn bei Sonnenlichteinfall kann sich eine aktive Zellschicht mit Elektrizität aufladen. So sollten die Module beim Transport und bei der Lagerung stets nach unten zeigen und beschädigte Rückseitenfolien vorab abmontiert werden. Quelle: BSW © fotolia.de


Urteil: Miethöhe des Vormieters muss bei Bedarf belegt werden:


In einem Rechtsstreit vor dem Amtsgericht Berlin-Neukölln (AZ 65 S 55/19) beklagte ein Mieter seine Vermieterin hinsichtlich ihrer Auskunfts- und Belegpflicht über die Höhe der Mietzahlungen des Vormieters. In dem Prozess ging es darum, dass die Vermieterin eine monatliche Miete von 1.300 Euro verlangte, obwohl die zu diesem Zeitpunkt zulässige Miete bei 806 Euro lag. Die Vermieterin bezog sich bei ihrer Forderung auf eine Ausnahmeregelung (§ 556 e Abs. 1 BGB), nach der sie dazu berechtigt sei, auch von ihrem jetzigen Mieter die Miethöhe zu verlangen, die bereits vorher schon entrichtet wurde. Das Amtsgericht Berlin-Neukölln wies die Klage ab. Laut Gerichtsentscheid ist die Vermieterin ihrer Auskunftspflicht nachgegangen, der Mieter hätte keine weiteren Ansprüche auf Vorlage der Belege. Mit diesem Entscheid ging der Kläger in Berufung und hatte vor dem Landgericht Berlin Erfolg. Denn nach § 556 g Abs. 3 BGB habe der Mieter Anspruch auf Vorlage der Belege. Diese könnte entweder durch den ehemaligen Mietvertrag oder durch die Forderung des damaligen Mieterhöhungsverlangen belegt werden, die personenbezogenen Daten könnten ausgeschwärzt werden. Das Amtsgericht begründete seinen Entscheid darin, dass der Mieter ohne die Belegvorlage einen Rückforderungs- oder Feststellungsprozess hätte führen müssen, in welchem die Beklagte die Belege hätte ohnedies vorlegen müssen. Diese hätte die Vermieterin demnach auch vorher außergerichtlich dem Kläger zur Verfügung stellen können. Quelle: Landgericht Berlin © fotolia.de