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Baubranche: Bautipp: Neues Baurecht bereits heute berücksichtigen!


Mit Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts im Januar 2018 werden Bauherren deutlich mehr Rechte zugesprochen. Doch wie der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) aktuell mitteilt, können Eigentümer bereits heute von den neuen Vorschriften profitieren. Entscheidend ist, die verbraucherfreundlicheren Regeln bei Neuverträgen direkt mit zu verhandeln. Ob die Baufirma darauf eingeht, hängt den Bauexperten zufolge vom guten Willen des Unternehmens ab. Ein Beispiel ist ein fester Einzugstermin, den die Firmen nach neuem Baurecht einhalten müssen. Verzögerungen beim Hausbau waren bislang gang und gäbe, stellten jedoch gerade für junge Familien eine hohe finanzielle Belastung durch verlängerte Mietzahlungen oder doppelte Kinderbetreuung dar. Ab Januar 2018 muss die Baufirma zumindest die Dauer der Baumaßnahme verbindlich angeben und ihren Bauherren dadurch mehr Planungssicherheit bieten. Wer noch in diesem Jahr an den Verhandlungstisch geht, sollte diese Rechte unbedingt kennen und die Baufirmen auf ihre Gestaltungsfreiheit beim Vertragswerk hinweisen. Quelle: VPB e.V. © Fotolia.de / roxcon


Energieeffizienz: Stichtag: Neue Fristen für Umstellung auf erneuerbare Energien


Ab dem 1. Januar 2018 ändert sich das Antragsverfahren für die Umstellung der Wärmetechnik auf erneuerbare Energien. Bislang konnten Eigentümer den Antrag auf finanzielle Zuschüsse beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auch nach der Modernisierung einreichen. Ab Januar muss dies bereits vor Vertragsabschluss geschehen. Für die staatliche Förderung von bis zu 20.000 Euro gilt die Voraussetzung, dass sich seit mindestens zwei Jahren ein anderes Heizungssystem in der Immobilie befindet. Die höchsten Zuschüsse von bis zu 20.000 Euro werden für die Installation oder Erweiterung einer Solaranlage gewährt. Wärmepumpen werden mit bis zu 15.000 Euro und Biomasseanlagen mit bis zu 8.000 Euro gefördert. Für alle Anlagen, die bis zum 31.12.2017 installiert werden, gelten Übergangsfristen für die Antragsstellung. Ebenfalls bestehen für Anlagen, deren Errichtung sich unvorhergesehen verzögert hat, Ausnahmeregelungen. In diesem Fall müssen Eigentümer jedoch nachweisen, dass der Fachbetrieb den Einbau verzögert hat. Quelle: BAFA © Fotolia.de / zstock


Mieten & Vermieten: Urteil: Mietpreisbremse greift nicht bei umfassender Sanierung


Wird ein Haus umfassend renoviert, unterliegt der Mietpreis nicht den Vorgaben der Mietpreisbremse. Dies ist der Fall, wenn etwa ein Drittel des für eine Neubauwohnung erforderlichen Aufwands in die Modernisierung investiert worden ist. So lautet das Urteil des Amtsgerichts Schöneberg (AZ 17 C 148/16). Im vorliegenden Fall hatten Mieter einer Berliner Wohnung Mietrückzahlungen verlangt. Sie waren der Auffassung, dass der 2016 vertraglich vereinbarte Mietzins die durch die Mietpreisbremse zugelassene Miete überschreite. Eine umfassende Sanierung sahen die Mieter nicht als gegeben an. Das Gericht gab jedoch der Vermieterin recht. Da die Wohnung vor der Vermietung umfassend saniert wurde, greifen die Regelungen der Mietpreisbremse hier nicht. Eine Forderung nach Mietrückzahlung ist demnach nicht gerechtfertigt. © Fotolia.de / hywards


Guter Rat: Türschlösser: Zwölf Systeme im Sicherheitscheck


Die Wohnungstür gehört zu den häufigsten Angriffspunkten für Einbrecher. Laut Stiftung Warentest wird bei rund der Hälfte der Einbrüche versucht, die Tür auszuhebeln oder das Türschloss zu beschädigen. Gelingt dies nicht innerhalb weniger Minuten, lassen viele Kriminelle von ihrem Vorhaben ab. Im aktuellen Test hat Stiftung Warentest daher zwölf Schließzylinder auf ihre Sicherheit untersucht. Insgesamt standen zwölf Profilzylinder für Preise zwischen 14 und 92 Euro auf dem Prüfstand. Dabei wiesen die Produkte mit einem Bohr- und Ziehschutz deutlich mehr Sicherheit auf, als Modelle mit lediglich einem Bohrschutz. Zwei Produkte von Dom und von Kaba für 77 bzw. 92 Euro überzeugten im Test – vier Schließzylinder schützten dagegen nur mangelhaft vor Einbrüchen. Hauseigentümer und Mieter stehen vor der Herausforderung, zuverlässige von mangelhaften Produkten im Handel zu unterscheiden. Denn Eigenschaften wie Bohr- und Ziehschutz sind nicht immer transparent von den Herstellern ausgewiesen. Verbraucher sollten daher speziell beim Fachpersonal nach diesen Details fragen. Quelle: Stiftung Warentest © Fotolia.de / peshkova


Marktdaten: Landflucht: Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt


Großstädte und Ballungszentren sind zwischen 2005 und 2015 um 1,4 Millionen Einwohner gewachsen. Dies teilt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in seinem aktuellen Raumordnungsbericht 2017 mit. Währenddessen schrumpfen ländliche Gemeinden, Klein- und Mittelstädte immer weiter: Mittlerweile haben 68 von 401 Kreisen weniger als 100 Einwohner pro Quadratkilometer und gelten damit als dünn besiedelt. Dem Bericht zufolge sind seit 1990 etwa fünf Millionen Menschen nach Deutschland eingewandert, die sich hauptsächlich in den Großstädten und Ballungsgebieten niedergelassen haben. Gleichzeitig  ist die Bevölkerungszahl bei 37 Prozent der Mittelstädte und 52 Prozent der Kleinstädte deutlich zurückgegangen. Vor allem junge Menschen zieht es den Analyseergebnissen zufolge in die Stadt, während der Altersdurchschnitt in den ländlichen Gebieten deutlich ansteigt. Die Herausforderung für Politik und Wirtschaft wird es künftig sein, zusätzlichen Wohnraum in den Ballungsgebieten zu schaffen und gleichzeitig ländliche Regionen attraktiver für junge Menschen und Familien zu gestalten, so das Fazit des Berichts. Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) © PhotoDune.net / elenathewise


Baubranche: Bautipp: Auf offizielle Bauabnahmen vor Ort bestehen!


Die Bauabnahme gehört zu den wichtigsten Meilensteinen und rechtlichen Schritten bei einem Bauprojekt. Denn ab diesem Zeitpunkt beginnt die Gewährleistungsfrist und Bauherren müssen Mängel selbst nachweisen. Dies gilt ebenso für Eigentumswohnungen, teilt der Verband Privater Bauherren e.V. aktuell mit. Nach abgeschlossener Bauabnahme ist der Bauherr zudem für alle Versicherungen gegen Brand, Wasser- und Sturmschäden zuständig und trägt alle Risiken. Damit kein Mangel übersehen wird, raten die Bauexperten grundsätzlich zu einer formellen Bauabnahme mit einem offiziellen Termin direkt auf der Baustelle. Von schriftlichen Bauabnahmen sollten Bauherren in jedem Fall Abstand nehmen. Auch Wohnungseigentümer sollten ihr Bauprojekt einzeln abnehmen und neben einem Termin für ihr Sondereigentum auf einem separaten Abnahmetermin für das Gemeinschaftseigentum bestehen. Auf der sicheren Seite sind Häuslebauer, die einen unabhängigen Sachverständigen beauftragen, der sie durch den gesamten Bauprozess begleitet. Quelle Verband Privater Bauherren e.V. © Fotolia.de / roxcon


Energieeffizienz: Haus und Grund: Bleibt die Energieberatung unabhängig?


Eine neue Gesetzesänderung des Bundeswirtschaftsministeriums sieht vor, dass künftig auch Handwerker und Energieversorger staatlich geförderte Energieberatungen anbieten können. Aus Gründen der Unabhängigkeit wird die am 1. Dezember in Kraft tretende Richtlinie von Experten wie dem Eigentümerschutzverband Haus und Grund scharf kritisiert. Denn eine von Herstellern, Anbietern, Produkten und Vertrieb unabhängige Beratung sei von Handwerksbetrieben und Energieversorgern mit hohem wirtschaftlichen Interesse kaum zu erwarten, so die Kritik. Dies ist jedoch die Basis für eine objektive und nachhaltige Energiesanierung, für die jeder Energieberater bislang eine Selbsterklärung unterzeichnen muss. Nun scheint diese unabhängige Beratung in Frage zu stehen. Haus und Grund fordert vor diesem Hintergrund die neue Regierung auf, die Richtlinie wieder abzuschaffen. Ein kurzfristiger statistischer Erfolg dürfe nicht zu Lasten der Qualität der Beratung und damit der Verbraucher gehen, so die Experten. Quelle: Haus und Grund © PhotoDune.net / copperpipe


Mieten & Vermieten: Urteil: Betriebskostenabrechnung muss haushaltsnahe Dienstleistungen ausweisen


Haushaltsnahe Dienstleistungen wie beispielsweise Handwerkerrechnungen oder Hausmeisterservices können steuerlich geltend gemacht werden. Damit Mieter allerdings die Kosten als solche erkennen und ausweisen können, muss die Betriebskostenabrechnung laut aktuellem Urteil des Landesgerichts Berlin entsprechend aufgeschlüsselt werden (AZ 18 S 339/16). Im vorliegenden Fall hatte ein Mieter geklagt, da er haushaltsnahe Dienstleistungen anteilig in seiner Steuerklärung ausweisen wollte. 2014 hatte sein Vermieter unter anderem Kosten für Frisch- und Schmutzwasser sowie sonstige Betriebskosten abgerechnet. Der Mieter forderte eine gesonderte Bescheinigung für die abzugsfähigen Kosten, da die vorgelegte Abrechnung nicht ausreichen würde. Das Gericht entschied nun aktuell, dass dem Mieter eine gesonderte Ausweisung der haushaltsnahen Dienstleistungen zusteht. Zwar muss keine separate Bescheinigung erstellt werden, doch muss die Betriebskostenabrechnung so gestaltet werden, dass die Beträge klar erkennbar sind. ©


Guter Rat: Finanztest: Immobilien richtig vererben oder verschenken


Eine Immobilie ist oft der wichtigste Vermögenswert im Leben. Viele Eigentümer denken bereits zu Lebzeiten über eine spätere Absicherung von Ehepartnern oder Kindern in Form einer Schenkung oder späteren Vererbung nach. In der aktuellen Finanztest-Ausgabe gibt Stiftung Warentest wichtige Tipps und zeigt Möglichkeiten zur Steuerersparnis auf. Denn die gesetzliche Erbfolge ist nicht immer die beste Lösung, wie die Analyse der Finanzexperten zeigt. Beispielsweise können unverheiratete Paare, Pflegekinder oder der Nachwuchs des Partners nicht in vollem Umfang von dem Freibetrag profitieren, der jedem Erben zusteht. Je näher der Erbe mit dem Verstorbenen verwandt ist, desto höher ist der Betrag. In diesem Fall kann eine Schenkung zu Lebzeiten die bessere Lösung sein. Auch wenn die Immobilie sehr wertvoll ist, lohnt sich eine Übertragung zu Lebzeiten, da eine Schenkung zahlreiche Vorteile für den Eigentümer mit sich bringt. So kann er bestimmte Personen von dem Erbe ausschließen, eine Generation überspringen und die persönlichen Freibeträge alle 10 Jahre neu ausschöpfen. Der ausführliche Test ist unter www.test.de/immobilie-vererben abrufbar. Quelle: Stiftung Warentest © Fotolia.de / Andy Dean Photography


Politik & Wirtschaft: Einbruchschutz: Bund erweitert Förderprogramm für Mieter und Eigentümer


Um Mietwohnungen und Häuser besser gegen Einbrüche zu schützen, haben das Bundesbauministerium, das Bundesinnenministerium und die KfW die Förderung von Sicherheitsmaßnahmen ausgeweitet. Bereits seit März können Zuschüsse ab einer Investitionssumme von 2.000 Euro beantragt werden – nun sinkt das Mindestinvestitionsvolumen auf 500 Euro, für die 10 Prozent der investierten Mittel erstattet werden. 2016 wurden über 40.000 Förderzuschüsse für den Einbruchschutz gewährt. Die meisten Maßnahmen konzentrierten sich auf einbruchhemmende Haus- und Wohnungstüren sowie Nachrüstungssysteme für Fenster. Die Möglichkeit, für Einbruchschutz-Maßnahmen Förderkredite mit guten Zinssätzen zu beantragen, besteht bereits seit Ende 2016. Den Förderantrag können Hauseigentümer und Mieter auf dem Online-Portal der KfW stellen. Die Förderzusage erfolgt in der Regel innerhalb weniger Augenblicke. Informationen zu den Fördermöglichkeiten sind unter www.kfw.de/einbruchschutz erhältlich. Quelle: KfW © Fotolia.de / peshkova


Baubranche: Bautipp: Frostfreie Außenarmaturen installieren!


Hauseigentümer älterer Gebäude kennen das: Werden die Temperaturen kälter und setzt über Nacht der Bodenfrost ein, sollten alle Außenwasseranschlüsse im Garten abgestellt sein. Geschieht dies nicht, kann das gestaute Wasser gefrieren und sogar die Leitungen sprengen. Feuchteschäden an den Außenwänden können laut Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) anschließend die Folgen sein. Bauherren können diesem Szenario vorbeugen, denn frostfreie Außenarmaturen werden heute fast immer standardmäßig verbaut. Dennoch sollten Eigentümer auf die Leitungsführung und Armatureninstallation achten, denn oft sind es kleine Details, die den Wohnkomfort später deutlich erhöhen. Zudem empfehlen die Bauexperten, die frostfreien Außenarmaturen mit einer Ringleitung anzuschließen und nicht mit einer Stichleitung. Hierbei staut sich das Wasser über den gesamten Winter in der Leitung und bietet den idealen Lebensraum für Keime und Bakterien. Diese können sich anschließend über das ganze Leitungssystem verteilen. Quelle: VPB © Fotolia.de / roxcon


Energieeffizienz: Energiewende im Gebäudesektor: dena fordert technologieoffenes Szenario


Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Energie-Agentur (dena) und weiteren Branchenverbänden werden die Klimaschutzziele 2050 mit den derzeitigen Maßnahmen im Immobiliensektor klar verfehlt. Die Experten empfehlen, alle verfügbaren Effizienztechnologien wirtschaftlich einzusetzen und mit bestehenden Infrastrukturen zu kombinieren. Für die Energiewende spielen Wohn- und Gewerbegebäude eine entscheidende Rolle, denn sie benötigen deutlich mehr Energie als beispielsweise der Industriesektor. Auch als Energielieferant bieten Immobilien hohes Potenzial, das laut dena durch mehr Förderprogramme und offen gestaltete Technologiekonzepte ausgeschöpft werden kann. Denn wie die Studie gezeigt hat, bringt eine stark forcierte Elektrifizierung der Wärmeversorgung höhere Kosten und dadurch eine größere Sanierungsrate mit sich. Im technologieoffenen Szenario dagegen, reicht eine Sanierungsrate von 1,4 Prozent, um die Klimaschutzziele im Gebäudesektor zu erreichen. Quelle: dena © Fotolia.de / ANDREASSCHULZE


Mieten & Vermieten: Urteil: Fristlose Kündigung kann nur vollständige Mietnachzahlung verhindern


In einem aktuellen Urteil entschied der Bundesgerichtshof, dass das einmal entstandene Recht des Vermieters auf fristlose Kündigung nur dann wieder entfallen kann, wenn die Mietrückstände in vollem Umfang gezahlt werden (AZ VIII ZR 193/16). Im vorliegenden Fall hatte eine Vermieterin die Räumung ihrer Wohnung gefordert, da sie der Mieterin wegen Zahlungsverzugs fristlos gekündigt hatte. Die Mieterin hatte mehrere ungerechtfertigte Mietminderungen vorgenommen und zahlte auch nach fristloser Kündigung die Rückstände nicht. Der Bundesgerichthof entschied zu Gunsten der Vermieterin. Die Mieterin war mit mehr als einer Monatsmiete im Rückstand und die fristlose Kündigung damit gerechtfertigt. Auch die Mietminderungen konnten die Kündigung nicht verhindern, da die vertraglich vereinbarte Miete maßgeblich für die Beurteilung ist. © Fotolia.de / hywards


Guter Rat: Erbbaurecht: Ohne Grundstück in die eigenen vier Wände


Baulandpreise sind in manchen Regionen Deutschlands um bis zu 45 Prozent gestiegen. Insbesondere in Ballungsgebieten wird es immer schwieriger, bezahlbares Bauland zu erwerben. Dies teilt der Infodienst Bauen und Finanzieren der Landesbausparkassen (LBS) aktuell mit. Der Erwerb eines Erbbaurechts kann daher eine alternative Möglichkeit bieten, den Traum vom eigenen Haus ohne Grundstückserwerb zu realisieren. Statt Bauland zu kaufen, erwerben die Käufer das Recht, ein Grundstück über einen festgelegten Zeitraum zu nutzen und zu bebauen. In der Regel wird dieser Zeitraum auf 60 bis 99 Jahre festgeschrieben. Vergeben werden Erbbaurechte von Kommunen, Stiftungen, Kirchen oder auch Privatleuten. Dieses Erbbaurecht wird im Grundbuch eingetragen und kann sogar weiterverkauft oder vererbt werden. Gezahlt werden muss ein jährlicher Erbbauzins, der durchschnittlich bei drei bis vier Prozent des Grundstückswertes liegt. Der LBS-Infodienst nennt als Beispiel ein 400-Quadratmeter Grundstück, für das sich eine jährliche Belastung von etwa 5.700 Euro ergibt. Besonders für junge Familien mit wenig Eigenkapital kann das Erbbaurecht den LBS-Experten zufolge eine gute Alternative zum Kauf sein. Quelle: LBS © PhotoDune.net / podsolnukh


Politik & Wirtschaft: Haus & Grund: Steuerentlastung für Haus- und Wohnungseigentümer geplant


Wie die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund aktuell mitteilt, weisen die ersten Sondierungsgespräche von CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen auf eine positive Entwicklung in der Finanzpolitik hin. Bei den veröffentlichten Eckpunkten der Verhandlungen wurden unter anderen Steuerentlastungen für Immobilienbesitzer genannt. Für Haus & Grund gehen die Gespräche in die richtige Richtung, da insbesondere Haus- und Wohnungsbesitzer zu 90 Prozent aus Eigenkapital finanzieren und daher steuerlich deutlich entlastet werden müssten. Insgesamt fehle es Investoren an Spielraum für Investitionen und neue Wohngebäude. Dazu ist es im Zuge der Energiewende den Branchenexperten zufolge wichtig, die Konditionen für Energiesanierungen bei bestehenden Wohngebäuden zu verbessern. Neben Steuerentlastungen sollten daher auch steuerliche Förderungen für die energetische Gebäudemodernisierung eingesetzt werden, um Eigentümern ohne großes Eigenkapital den Zugang zu KfW-Krediten zu ermöglichen. Quelle: Haus & Grund Deutschland © Fotolia.de / Andy Dean Photography


Mieten & Vermieten: Urteil: Mieterhöhung wegen Fahrstuhleinbau nicht immer gültig


Wird ein neuer Fahrstuhl in einem Wohngebäude installiert, kann dies durch einen entstehenden Gebrauchsvorteil eine Mieterhöhung zur Folge haben. Doch dies ist nicht immer der Fall, wie das Landesgericht Berlin aktuell mitteilt (AZ 67 S 81/17). Im vorliegenden Fall hatte eine Mieterin geklagt, da ihre Vermieterin nach Einbau eines Fahrstuhls eine Modernisierungsmieterhöhung festgesetzt hatte. Sie argumentierte, dass der Fahrstuhl keinen Haltepunkt im ersten Stockwerk hatte, in dem sich ihre Wohnung befand. Auch das Kellergeschoss war nicht an den Fahrstuhl angebunden. Das Gericht gab nun aktuell der Mieterin recht. Die Mieterhöhung ist unzulässig, da durch die Installation kein Gebrauchsvorteil für die Mieterin entstanden ist. Weder liegt nun eine Barrierefreiheit vor, noch kann die Wohnung schneller oder besser erreicht werden. Die Vermieterin muss demnach die zu viel gezahlten Beträge wieder zurückerstatten. © Fotolia.de / hywards


Guter Rat: Hausbau: Stiftung Warentest veröffentlicht Ratgeber für die Bauplanung


Der Bau des eigenen Hauses bringt viele Fragen und Hindernisse mit sich. Neben der Lage, der Entscheidung für oder gegen einen Bauträger oder Fragen zur Finanzierung gibt es unzählige Details, mit denen sich Bauherren während der Planungsphase beschäftigen müssen. Vor diesem Hintergrund hat Stiftung Warentest zwei Ratgeber veröffentlicht, die zukünftige Hausbesitzer bei der Planung unterstützen sollen. Die Finanzierung eines Bauprojekts ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg in die eigenen vier Wände. Die „Praxismappe Finanzierung“ vermittelt einen realistischen Blick auf die eigenen Geldmittel und stellt Finanzierungsoptionen vor. Hierzu werden Checklisten und Formulare zur Verfügung gestellt, die die Gesamtkosten des Bauprojekts für einen ersten Überblick berechnen. Darüber hinaus ist das Bauherren-Handbuch ein praktischer Ratgeber von Baubeginn bis Endabnahme und gibt wertvolle Tipps im Baualltag. Erhältlich sind beide Ratgeber ab sofort im Handel oder unter www.test.de/bauherren. Quelle: Stiftung Warentest © Fotolia.de / Andy Dean Photography


Marktdaten: Knapper Wohnraum: Studie zeigt Strategien für deutsche Großstädte auf


Besonders in den Ballungszentren der Bundesrepublik herrscht derzeit ein großer Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Vor diesem Hintergrund hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln eine Studie veröffentlicht, die Strategien zur Entspannung des Wohnungsmarktes in Großstädten aufzeigt. Die Studie "Ideen für eine bessere Wohnungspolitik" kommt zu dem Ergebnis, dass bisherige Instrumente der Politik wie die Mietpreisbremse oder soziale Wohnraumförderung wenig taugen, um der Wohnungsknappheit entgegenzuwirken. Innovative Idee des aktuell veröffentlichten Strategiepapiers ist unter anderem eine intelligentere Nutzung des bestehenden Wohnraums wie beispielsweise durch den Ausbau von Dachgeschossen oder die Untervermietung von ungenutzten Zimmern in zu großen Wohnungen. Darüber hinaus sollten schrumpfende Städte wieder attraktiver gestaltet und das Wohngeld erhöht werden. Insgesamt fordert das IW Köln eine bessere Verzahnung von Bund, Ländern und Gemeinden sowie eine engere Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft. Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. © Fotolia.de / luther2k


Baubranche: Bautipp: In Hochwassergebieten den Keller überdenken!


Bei Hochwasser werden zuallererst die Kellerräume in Mitleidenschaft gezogen. Bauherren sollten daher den Bau eines Kellers sorgfältig überdenken, wenn ihr Baugrundstück in einem Gebiet mit Hochwasserrisiko liegt. In jedem Fall sollte Hochwasser von Anfang an in die Bauplanung mit einbezogen werden. Dies teilt der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) aktuell mit. Möchten Bauherren nicht auf ihren Keller verzichten, empfehlen Experten den Bau eines abgedichteten Kellers – die sogenannte "weiße Wanne". Entsprechende Rückstauverschlüsse, die regelmäßig gewartet werden müssen, sollten ebenfalls installiert werden. Dies betrifft im Übrigen nicht nur Bauprojekte in Hochwassergebieten, sondern auch dort, wo Grundwasser durch hohe Druckverhältnisse in die Gebäude eindringen kann. Wer auf der sicheren Seite sein will, kann über ein Baugrundgutachten die Bodenverhältnisse seines Grundstücks klären lassen. Auch das Bauamt hat gegebenenfalls bereits Bebauungspläne vorliegen, die den Bau von Kellern untersagen und eine aufgeständerte Bauweise vorschreiben. Quelle: Verband Privater Bauhherren e.V. © Fotolia.de / roxcon


Energieeffizienz: Solarer Mieterstrom: Enormes Ausbaupotenzial in Deutschlands Großstädten


Wie der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) aktuell mitteilt, bieten Metropolen in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten, solaren Mieterstrom für größere Wohngebäude zu nutzen. Bis zu 33.000 Photovoltaikanlagen sind den Studienergebnissen zufolge möglich. Die Potenzialanalyse kommt zu dem Schluss, dass damit theoretisch rund 1,4 Millionen Mieter preiswerten Solarstrom beziehen könnten. Begünstigt wird der Photovoltaik-Ausbau durch stark gesunkene Strompreise sowie das kürzlich in Kraft getretene Mieterstrom-Gesetz als wichtiger Baustein für die Energiewende. Besonderes Ausbaupotenzial weisen Deutschlands Metropolen Berlin, Hamburg und München auf. Um alle Möglichkeiten zu nutzen, muss allerdings den Energieexperten zufolge die Realisierung von solaren Projekten noch attraktiver werden. Die steuerliche Benachteiligung von Vermietern, die ihren Mietern Strom aus eigenen Anlagen liefern, muss laut BSW-Solar abgeschafft werden. Nur so würden Mieter und Eigentümer in der Energieversorgung gleichgestellt und die Vorteile der Energiewende gerecht nutzbar gemacht werden. Quelle: BSW-Solar e.V. © Fotolia.de / zstock


Baubranche: Heizleistung: 18 Grad sind nachts in Mietwohnungen Pflicht


Das Amtsgericht Köln entschied in einem aktuellen Urteil, dass Vermieter eine Mindesttemperatur in ihren Mietwohnungen bei Nacht sicherstellen müssen. Sofern im Mietvertrag nicht anders vereinbart, liegt diese bei mindestens 18 Grad für alle Wohnräume (AZ 205 C 36/16). Im vorliegenden Fall hatte ein Mieter geklagt, da seine Vermieterin zu Beginn einer Heizperiode eine Nachtabsenkung der Heizanleistung zwischen 0:00 Uhr und 6:00 Uhr eingestellt hatte. Nachdem der Mieter morgens mehrfach Temperaturen von 16 bzw. 17 Grad festgestellt hatte, minderte er die Miete aufgrund der zu kalten Wohnräume. Das Gericht gab nun aktuell dem Mieter recht. Eine Heizanlage muss so eingestellt sein, dass eine durchgängige Mindesttemperatur von 18 Grad bei Nacht erreicht wird. Ist dies nicht der Fall, gilt dies als Mangel, der eine Mietminderung rechtfertigt. © Fotolia.de / hywards


Leben & Wohnen: Wohntipp: Parkett-Verlegung kann Räume optisch vergrößern


Wie der Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V. (vdp) aktuell mitteilt, kann das Verlegemuster von Parkett die optische Wirkung eines Raumes beeinflussen. Je nachdem, in welche Richtung die Parkettstäbe und Dielenelemente verlegt werden, kann sich die Optik eines Raumes verlängern oder verbreitern. Ein Beispiel: Zeigen die Dielen ein Fischgrätenmuster in Längsrichtung, hebt dieses die Länge des Raumes hervor. Werden sie quer angeordnet, wird die Breite unterstrichen. Für einen langen, schmalen Raum, empfehlen die Experten also ein quer verlaufendes Muster, um diesen gleichmäßiger erscheinen zu lassen. Ebenso können Holzböden aus kleinen Elementen wie Mosaik-Parkett eine Fläche optisch vergrößern. Neutrale Muster wie beispielsweise Kassettenböden, Würfel- und Flechtmuster betonen große Flächen und gliedern den Raum optisch. Quelle: Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V. (vdp) © Fotolia.de / oliavlasenko


Marktdaten: Umfrage: Das Eigenheim ist beliebteste Altersvorsorge


Für die meisten Deutschen ist eine eigene Immobilie die beste Form der Absicherung im Alter. Das hat der aktuelle TNS Trendindikator 2017 ergeben. Demnach sehen 75 Prozent der Deutschen die selbstgenutzte Immobilie als sichere Altersvorsorge. Unter den Eigenheimbesitzern ist der Anteil sogar noch höher: Hier stimmen rund 83 Prozent der Aussage zu. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband meldet zudem, dass mehr als die Hälfte der Bundesbürger auf Immobilieneigentum setzen. Damit liegt diese Form der Altersvorsorge deutlich über alternativen Produkten zur finanziellen Absicherung im Alter wie beispielsweise Renten- oder Lebensversicherungen. Den Experten der Landes- und Bausparkassen (LBS) zufolge profitieren private Investoren bereits ab dem ersten Tag des Einzugs von ihrem Eigenheim, da sie nicht von Mieterhöhungen abhängig sind und maximale Gestaltungsfreiheit haben. Im Idealfall ist das Haus im Rentenalter abbezahlt und das mietfreie Wohnen gesichert. Hinzu kommen zahlreiche staatliche Fördermodelle, von denen Hauskäufer Gebrauch machen können. Quelle: LBS © Fotolia.de / Gajus


Baubranche: Tipp: Das müssen Sie bei Bauträger-Insolvenz beachten!


Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) informiert Bauherren aktuell, wie sie bei einer Insolvenz ihres Bauträgers vorgehen sollten. Die Vorteile liegen zunächst auf der Hand: Ein garantierter Fertigstellungstermin und viel Zeitersparnis. Doch läuft nicht alles wie geplant und meldet der Bauträger sogar Insolvenz an, können die finanziellen und rechtlichen Konsequenzen erheblich sein. Um sich vor solch einem Fall zu schützen, empfehlen die ARGE-Rechtsexperten, immer auf einen erfahrenen Bauträger mit positiven Kundenbewertungen und guter Bonität zu setzen. Zudem sollte man alle Vertragsdetails verstehen und verhandeln. Auch während der Bauphase sollte der Bauherr den Fortschritt kontrollieren und dokumentieren. Baustillstand, Terminverschiebungen oder schlechte Erreichbarkeit des Bauträgers können erste Anzeichen für eine drohende Insolvenz sein. Entsteht das Gefühl, es stimme etwas nicht, sollten Bauherren umgehend einen Experten zu Rate ziehen. Ein Sachverständiger sollte den Bau-Stand umgehend prüfen. Um ihre Interessen einerseits vor dem Insolvenzverwalter und andererseits vor der Bank des Bauträgers zu wahren, sollten Bauherren zudem einen Anwalt konsultieren. Quelle: Arge Baurecht © Fotolia.de / roxcon


Energieeffizienz: Solarwärme: Strengere Dämmvorgaben für Warmwasserspeicher


Seit dem 26. September 2017 gelten strengere Regeln für mehr Effizienz bei Warmwasserspeichern. Laut Ökodesign-Richtlinie der EU dürfen Speicher mit einem Inhalt von bis zu 2.000 Litern nicht mehr so viel Wärme verlieren wie bisher. Um die Vorgaben einzuhalten, müssen Hersteller ihre Geräte mit einer besseren Dämmung versehen. Die neue Richtlinie betrifft nicht nur Trinkwarmwasser- und Kombispeicher, sondern auch Zwischenspeicher, die das Heizwasser bei Bedarf in den Heizkreislauf abgeben. Allerdings besteht keine Nachrüstungspflicht für Hauseigentümer, die bereits über einen Warmwasserspeicher verfügen. Die neue Richtlinie wirkt sich zudem auf das Energielabel aus, das über den Energiehaushalt verschiedener Haushaltsgeräte informiert. Denn hierbei fällt zukünftig die schlechteste Energieklasse „G“ weg und wird durch eine neue Klassifizierung „A+“ ergänzt. Geräte mit zu hohen Wärmeverlusten (Klasse "D" und niedriger) dürfen demnach nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. © Fotolia.de / diego1012


Mieten & Vermieten: Urteil: BGH bestätigt strengere Regeln bei Verwertungskündigung


Der Bundesgerichtshof (BGH) hat aktuell entschieden, dass Eigentümer nur unter hohen Auflagen Mietverträge aufgrund von wirtschaftlicher Verwertung kündigen dürfen. Das Gericht bekräftigte damit seine strikte Haltung, die es bereits bei anderen Urteilen zur Zulassung von ordentlichen Kündigungen gezeigt hatte (AZ VIII ZR 243/16). Im vorliegenden Fall hatte eine Vermieterin ihren Mietern gekündigt, um das Gebäude abreißen und neu aufbauen zu können. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass sie durch den geplanten Neubau mit Gewerberäumen einen erheblich höheren Betrag erwirtschaften könnte als bisher. Die Mieter klagten gegen die Kündigung. Der BGH gab nun aktuell den Klägern recht und erklärte die Kündigung für unwirksam. Die Gründe für den Abriss seien zwar nachvollziehbar, aber ein erheblicher Nachteil bei Weiterführung des Mietverhältnisses sei nicht zu erkennen. © Fotolia.de / hywards


Guter Rat: Sicherheitskameras: Laut Stiftung Warentest oft unsicher!


Aufgrund von nach wie vor hohen Einbruchszahlen setzen Hauseigentümer immer häufiger auf einen Überwachungsschutz durch moderne Kamerasysteme. Stiftung Warentest hat daher aktuell 16 IP-Überwachungskameras für Innenräume und den Außenbereich getestet. Das Fazit: Nur drei Kameras für außen und lediglich eine für Innenräume haben die Tester überzeugt. Für alle getesteten Kameras wurde eine Internetverbindung vorausgesetzt. Und genau hier liegt das Risiko: Erfahrene Hacker können sich diese Systeme zu Nutze machen und durch die Kameras das Geschehen vor Ort beobachten. Besitzer können so leicht ausspioniert und ein Einbruch zeitlich optimal geplant werden. Drei Sicherheitskameras wurden sogar mit der Note Mangelhaft bewertet. Das beste Ergebnis bescheinigte Stiftung Warentest einer Überwachungskamera für Innenräume zum Preis von 199 Euro für ihre besondere Bildqualität. Für den Außenbereich hat ein Gerät für 169 Euro die beste Bewertung. Der ausführliche Test erscheint in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und ist bereits unter www.test.de/ueberwachungskamera abrufbar. Quelle: Stiftung Warentest © Fotolia.de / peshkova


Politik & Wirtschaft: Hausbau: Neues Gesetz soll Radonkonzentrationen verhindern


Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am 17. Juni 2017 eine Novelle des Strahlenschutzgesetzes verabschiedet, das Hauseigentümer und Mieter vor einer Belastung durch Radonstrahlung schützen soll. Als radioaktives Edelgas tritt Radon aus dem Erdboden aus und kann sich aufgrund seiner Beschaffenheit leicht in Gebäuden anreichern. Erstmals wird die Radonbelastung im Zuge des novellierten Gesetzes erfasst. Bis Ende 2018 sollen neue Verordnungen die gesetzlichen Vorgaben konkret definieren. So soll zukünftig ein Referenzwert zur Bewertung der Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen Auskunft geben. Der Handlungsbedarf war Experten zufolge hoch, da das Einatmen von Radon das Risiko einer Lungenkrebserkrankung mit sich bringen kann. Begleitend zu dem Gesetz empfiehlt das BfS einen Maßnahmenkatalog, um den Radon-Eintritt in Gebäude zu verhindern oder zu erschweren. In neu geplanten Häusern sollen zukünftig Radonkonzentrationen in Wohnräumen von 100 Becquerel pro Kubikmeter im Jahresmittel nicht überschreiten. Öffnungen für Hauseinführungen müssten zudem nicht nur wasser-, sondern auch gasdicht geplant werden. © Fotolia.de / nmann77


Baubranche: Bautipp: Grundstück vor dem Haus kaufen!


Baugrundstücke sind gerade in beliebten Wohngegenden immer seltener verfügbar. Dem Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) zufolge kommt es oftmals vor, dass Bauland in letzter Minute an einen anderen Interessenten mit höherem Gebot verkauft wird. Der VPB warnt vor diesem Hintergrund vor einem voreiligen Bauvertragsabschluss. Denn immer wieder vertrauen Bauherren auf mündliche Absprachen und schließen aufgrund ihres Zeitdrucks Verträge ab, ohne den finalen Zuschlag für ihr Baugrundstück erhalten zu haben. Hierbei besteht allerdings das Risiko, dass das geplante Haus nicht auf dem vorgesehenen Grundstück genehmigt wird oder der Bauplan aufwendig angepasst werden muss. Zudem können wichtige Komponenten wie Keller oder Gründung erst nach Analyse des Baugrunds zuverlässig kalkuliert werden. Auch wenn ein Bauvertrag ein großzügiges Rücktrittsrecht beinhaltet, sollten Bauherren zunächst den Grundstückskauf abschließen und dann in die Bauplanung gehen, um die Mehrkosten für spätere Anpassungen zu vermeiden. Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. © Fotolia.de / roxcon


Energieeffizienz: EU-Energieeffizienzlabel: Gemischte Bilanz für Heizsysteme


2015 wurde das europaweit geltende Energieeffizienzlabel für Heizanlagen eingeführt. Seitdem müssen alle neu verkauften Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70 Kilowatt Leistung nach EU-Richtlinien gekennzeichnet sein. Das Fazit des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW Solar) fällt nach zwei Jahren gemischt aus. Einerseits hat die Heizindustrie aufgrund der neuen Vorgaben zahlreiche effiziente Komponenten und Systeme entwickelt und macht ihre Produkte durch die Kennzeichnungspflicht für den Verbraucher transparenter. Kritik gibt es jedoch andererseits von den Handwerksbetrieben und Installateuren, für die die Effizienzberechnung des Labels einen erheblichen Zusatzaufwand bedeutet. Zudem seien Verbraucher nach wie vor nicht hinreichend aufgeklärt. Die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre sollen nun in die Evaluierung des Labels einfließen und bei der Novelle der EU-Richtlinie berücksichtigt werden, so BSW Solar. Quelle: BSW-Solar © PhotoDune.net / kalozzolak